Die Rettung läuft: Bei ihrer Atemschutzübung helfen die Feuerwehrleute einem Opfer und lernen, sich richtig zu verhalten, um im
Die Rettung läuft: Bei ihrer Atemschutzübung helfen die Feuerwehrleute einem Opfer und lernen, sich richtig zu verhalten, um im Brandfall nicht selbst zum Opfer zu werden. (Foto: Fotos: Jens Geschke)
Jens Geschke

Vor allem bei Bränden, oder bei Einsätzen mit Rauchentwicklung ist den Frauen und Männern der Feuerwehr Atemschutz vorgegeben. Das schlimmste Szenario, was bei solchen Einsätzen passieren kann ist, dass ein Retter selber zum Opfer wird und von seinen Kameraden gerettet werden muss. In Seitingen-Oberflacht hat die Freiwillige Feuerwehr nun genau für solche Situationen geübt.

Verqualmte Räume, Hitze, eine Umgebung, die man nicht kennt und eine unsichere Anzahl von verletzen Personen sind keine Seltenheit bei Einsätzen der Feuerwehr. Neben einer schweren Ausrüstung, die weit über die Körpermaße herausragt, erschwert auch ein eingeschränktes Sichtfeld eine Rettung. Dazu kommt noch, dass ein Retter mit Atemschutz mehrere Dinge gleichzeitig beherrschen sollte, ohne in Panik zu geraten.

Einmal im Jahr wird in Seitingen-Oberflacht ein solches Szenario geprobt. So soll an einer Station ein Kamerad aus Trümmern gerettet werden, an einer anderen Station soll man mit abgedunkeltem Visier eine Strecke mit Hindernissen bewältigen um am Schluss ein bestimmtes Teil nur mit dem Tastsinn beschreiben. Diese Beschreibung wird über Funk weitergegeben.

Mit den Ohren sollte man dabei Geräusche wahrnehmen und einordnen und um die Eigensicherheit nicht zu vernachlässigen auch noch die Anzeigen der eigenen Luftversorgung ständig überprüfen. Schon bei der Anfahrt zu einem Einsatzort ist es meistens erforderlich, Atemschutz anzulegen – auch das wurde trainiert. Dabei kam es auf die Organisation und Koordination an, wer wem beim Anlegen der Ausrüstung hilft, um beim Eintreffen am Einsatzort bereit zu sein. Geübt wurde allerdings in rauchfreien Räumen und ein Ausbilder schaute sich die einzelnen Aktionen genau an, um anschließend nach Beendigung der Übung auf Fehler hinzuweisen, die im Ernstfall aus einem Retter ein Opfer machen können.

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