Simone Neubrand arbeitet am liebsten mit Acrylfarben.
Simone Neubrand arbeitet am liebsten mit Acrylfarben. (Foto: Jens Geschke)
Jens Geschke

Im Museum Seitingen-Oberflacht ist an den kommenden Sonntagen eine Ausstellung mit Gemälden von Simone Neubrand zu sehen.

Für Simone Neubrand ist es nicht die erste Ausstellung, in der sie ihre Werke zeigt. Vor 14 Jahren stellte sie zum ersten Mal in Tuttlingen aus, es folgten Ausstellungen in Emmingen-Liptingen, Immendingen, Gutmadingen und Aldingen.

20 Jahre in Oberflacht

Geboren in Tuttlingen zogen ihre Eltern nach Oberflacht, wo sie die Jugend verbrachte. Nach 20 Jahren Dorfleben wurden wiederum die Koffer gepackt, um wieder nach Tuttlingen zu ziehen, wo sie bis heute wohnt und ihr Atelier hat, das gleichzeitig auch die Wohnung von Familie Neubrand ist.

Ihre ersten Kunstwerke bestanden aus Aquarellmalereien, später wechselte sie zur Acrylmalerei, der sie heute noch treu ist. In dieser Maltechnik sind in den Jahren imposante vielfältige Kunstwerke entstanden, die gegenständlich aber auch abstrakt sein können.

Weiterbildungen machte sie unter anderem an der Freien Kunstakademie in Gerlingen oder der Kunstschule Hohenheim.

Die Motive können unterschiedlicher nicht sein: Mal sind es Eindrücke aus dem Urlaub, die eher gegenständlich sind, ein anderes Mal ist es ein Bild, das im Kopf entstanden ist und auf die Leinwand gebracht wird, oder es entsteht erst mit den Farben und ist dann auch erst fertig, wenn das Auge und der Kopf es sagen. Hier spielten Intuition und Emotion eine große Rolle, die Farbkontraste entstehen lässt, die ihre eigenwilligen Spiele auf der Leinwand treiben.

Kunstwerk vollenet sich im Kopf

Keinesfalls ist der Prozess beendet, so Simone Neubrand, wenn das Bild an der Wand hängt. Die Bilder sollen auf den Betrachter Wirkung ausüben. Wichtig sei, was das Bild mit ihm macht, oder was er dabei fühlt. Der Betrachter wird die Entscheidung treffen, ob es gefällt oder nicht, und erst dann ist für Simone Neubrand der Prozess beendet.

Dabei wird ein Spannungsgefüge entstehen, ohne das die Beteiligten Originalität und Individualität verlieren. Der Betrachter soll in einen Dialog mit dem Kunstwerk treten, dabei soll er merken, dass er auf sich gestellt und alleine in seiner Meinungsbildung ist, dies sollte er deutlich spüren, gleichzeitig sollte er sich aber dem Neuen stellen.

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