Am Kriegerdenkmal in Oberflacht legt Bürgermeister Jürgen Buhl am Volkstrauertag einen Kranz nieder.
Am Kriegerdenkmal in Oberflacht legt Bürgermeister Jürgen Buhl am Volkstrauertag einen Kranz nieder. (Foto: Jens Geschke)
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Überall ist am Sonntag an die Gefallenen der beiden Kriege gedacht worden. Am Kriegerdenkmal in Oberflacht legte Bürgermeister Jürgen Buhl einen Kranz nieder, der Liederkranz sang und die Musikkapelle spielte. Johanna Betzler, Mara Bisser, Yagiz Can Pollat, Niko Hermann und Maximilian Ott, Schüler der vierten Grundschulklasse, erzählten die Geschichte von den Tieren, die sich Gedanken über das Gewicht einer Schneeflocke machten. Karl Lehmann und Lothar Klaiber, Vertreter der Kirchen, beteten und Bürgermeister Jürgen Buhl hielt eine Gedenkrede in der er, 74 Jahre nach Kriegsende und 30 Jahre nach dem Mauerfall, nicht nur an die Leiden erinnerte, sondern er auch die Jugend mit ins Boot nahm. Krieg und Terror sind allgegenwärtig und gehören für viele zum Alltag. Darunter würden vor allem Kinder, Frauen, Alte und Schwache leiden. Die Zahl der Opfer sei kaum noch bezifferbar, so Buhl. Wie der Bürgermeister berichtete, habe Richard von Weizsäcker einmal gesagt, dass die Jugend nicht für das, was damals geschah verantwortlich sei, aber für das, was aus der Geschichte wird, verantwortlich sei. Deshalb könne es keine Frage sein, ob wir den Volkstrauertag noch brauchen. Er erinnere nicht nur an die Opfer der Vergangenheit, er erinnere ebenso an den Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft und bleibe ein Stachel im Fleisch einer Gesellschaft, die ein immer dickeres Fell bekomme und vergesslich werde.

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