Anbau der Ostbaarhalle: Rohbau des Untergeschosses schon fertig

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Arbeiten am Anbau der Ostbaarhalle gehen voran
Sängerball und Käpselefasnet können nächstes Jahr nicht stattfinden – Ostbaarhalle in Seitingen-Oberflacht wird saniert und erweitert.

Wo noch vor kurzem ein großes Loch neben der Ostbaarhalle in Seitingen-Oberflacht zu sehen war, entsteht Schritt für Schritt der Erweiterungsbau. Dort soll im Erdgeschoss ein Gymnastikraum entstehen. Im Untergeschoss wird Platz geschaffen für Kraft- und Konditionstraining, Therapieeinheiten und Geräte. Der Rohbau des Untergeschosses ist bereits fertig.

Zusätzlich zum Erweiterungsbau wird die Mehrzweckhalle in einem zweiten Bauabschnitt saniert. Die Arbeiten werden wohl bis Ende 2019 andauern. „Die Betonarbeiten sind gut im Zeitplan“, sagt Seitingen-Oberflachts Bürgermeister Bernhard Flad im Gespräch mit unserer Zeitung. Die alte Öl-Heizung sei aus-, und die Pellets-Heizung bereits eingebaut. Im September soll diese in Betrieb genommen werden. Geplant ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt das Gemeindezentrum über ein Nahwärmenetz an die Heizung der Ostbaarhalle mit angeschlossen wird.

Wenn der Rohbau des Erweiterungsbaus fertig ist, können die ersten Arbeiten für die Sanierung der Halle beginnen. Flad schätzt, dass dies im Oktober so weit sein wird. Im zweiten Bauabschnitt ist geplant, die Küche zu sanieren und zu erweitern sowie einen Kühl- und Lagerraum einzubauen. Gleichzeitig soll die Ostbaarhalle barrierefrei ausgebaut werden. Dazu gehört beispielsweise der Einbau eines Aufzugs und die Installation von zwei Behinderten-Toiletten.

Hallennutzung wird eingeschränkt

Während der Bauphase wird die Halle phasenweise nur eingeschränkt nutzbar sein, ab nächstem Jahr „nur sehr bedingt“, sagt Flad. Ab September wird die Getränkeanlieferung erschwert. Von Januar bis Juni 2019 sind die Küche und das Lager sowie die Getränkeausgabe in der Halle nicht nutzbar. „Für Veranstaltungen während dieser Zeit müsste zum Beispiel auf einen Cateringservice zurückgegriffen werden“, sagt der Bürgermeister.

Genau in diese Zeit fallen einige Fasnetveranstaltungen. „Der Sängerball sowie der Narrenball und die Käpselefasnet können nächstes Jahr nicht abgehalten werden. Kleinere Veranstaltungen wie der Preisbinokel der Musikkapelle oder das Frühjahrskonzert des Harmonikaclubs können entweder in der Schulturnhalle oder im Gemeindezentrum durchgeführt werden“, informiert Flad. Er ergänzt, dass Vereinsvertreter in einem Gespräch deutlich gemacht hätten, dass sie in der Zeit zwischen Januar und Juni auf große Veranstaltungen in der Halle verzichten würden.

Ob auch der Boden der Halle noch erneuert wird, ist derzeit offen. Der Bürgermeister sagt: „Dies werden wir im Gemeinderat nach Vorlage der Kostenberechnung noch besprechen müssen. Ich gehe allerdings davon aus, dass aufgrund des Alters und des Abnutzungsgrades des derzeitigen Bodens ein neuer Boden kommen wird.“ Gleiches gilt für das 35 Jahre alte Dach, das an einigen Dachgauben undichte Stellen aufweist. Flad sagt: „Ob sich der Gemeinderat für die Neueindeckung und energetische Sanierung des Daches entscheiden wird, gilt es noch zu besprechen. Die Schwachstellen müssen aber auf jeden Fall beseitigt werden.“

Zuschuss für zweiten Bauabschnitt wird geprüft

Die Gesamtkosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Darin sind die Bodenerneuerung und mögliche Maßnahmen am Hallendach nicht enthalten. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes Baden-Württemberg wurde bereits ein Zuschuss in Höhe von 336 000 Euro bewilligt. Diese finanziellen Mittel wurden für die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, dem Gymnastikraum, beantragt.

„Bezüglich der Gewährung von Zuschüssen für den zweiten Bauabschnitt sind wir noch in der Prüfung. Es zeigt sich allerdings, dass es schwierig werden wird. Ein Zuschussantragsverfahren würde unter Umständen wieder Bauverzögerungen mit sich bringen“, sagt Flad.

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