Das „Caprichörle“ spielt beim Afrika-Abend im Museum in Seitingen-Oberflacht.
Das „Caprichörle“ spielt beim Afrika-Abend im Museum in Seitingen-Oberflacht. (Foto: Jens Geschke)

Pfarrer Silvanus Barikurungi aus Kigoto ist im Sommer 2010 aus der Diözese Fort Portal, Uganda, zu einer Ferienvertretung in die Seelsorgeeinheit Trossingen gekommen und seit dieser Zeit besteht eine innige Freundschaft. Daraus entstand der Freundeskreis Uganda, der sich aus Mitgliedern der drei Kirchengemeinden Trossingen, Durchhausen und Gunningen zusammensetzt.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das vorrangige Ziel des Freundeskreises und so wurde als erstes eine Gesundheitsstation mit Spenden aufgebaut, die eine Grundversorgung sichern soll. Zwischenzeitlich konnte ein kleines Patientenhaus gebaut werden, um die Gesundheitsstation zu ergänzen. Täglich kommen bis zu 25 Patienten, die zum Teil kostenlos gegen Typhus oder Malaria behandelt werden. Um dieses Projekt weiterzuführen bedarf es Spenden und so gibt es Auftritte vom „Caprichörle“ unter Leitung von Beate Heirich, die versuchen, den Freundeskreis zu unterstützen, wann und wo es möglich ist.

Das „Caprichörle“ ist ein kleiner Chor der aus Mitgliedern besteht, die aus Durchhausen und Deißlingen kommen und sich der Afrikanischen Kultur angenommen haben. Zu einem Afrika-Abend im Museum Seitingen-Oberflacht, zu dem der Freundeskreis und das „Caprichörle“ eingeladen haben, trafen sich viele Interessierte, die Kunst, Kultur und kulinarische Köstlichkeiten aus Afrika genießen konnten.

Bürgermeister Jürgen Buhl, der selbst schon Reiseerfahrungen in Afrika sammeln konnte, begrüßte die Gäste und bedankte sich beim Arbeitskreis Museum und Initiator Armin Reiser. Optisch wurden die Gäste mit Bildern vom Künstler Gonzaga Sserwadda und vielen Flaggen, die die Staaten Afrikas repräsentieren, eingestimmt. Pfarrer Thomas Schmollinger, der die Seelsorgeeinheit Trossingen vertrat und Renate Mergelsberg präsentierten Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus Afrika. Zusammen mit dem „Caprichörle wurde afrikanisch gesungen, getanzt und Kultur erlebt.

Kulinarisch gab es Besonderheiten wie Maiskugeln ohne Mais, die aus Bananen und Dinkelmehl bestehen, Bananenchips, Avocadobällchen oder Maniokwurzel. Den Gästen wurde eine Kultur präsentiert, die widersprüchlicher nicht sein kann. Einerseits reich an Bodenschätzen, andrerseits geprägt von Krieg, Armut und Krankheit aber voller Hoffnung auf Frieden und einer Musik, die einen zum Mitmachen verführt.

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