Trucker zeigen ihr Herz für Kinder

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 Groß war die Beteiligung an der Ausfahrt der Trucker mit krebskranken Kindern.
Groß war die Beteiligung an der Ausfahrt der Trucker mit krebskranken Kindern. (Foto: sbo)
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Zweite Teddybär-Tour für die krebskranken Kinder der Rehaklinik Katharinenhöhe: Eine ganze Schar von Lastwagen war zu Gast auf der Katharinenhöhe, um den Patienten mit einer Rundfahrt in den Brummis eine Freude zu bereiten. Organisiert wurde dieses Event wie im vergangenen Jahr durch Bernd Bick aus Deißlingen und den Trucker-Club Buschbamber Nürburgring. Die Tour war gleichermaßen für die Fahrer wie für die Passagiere ein einmaliges und bewegendes Erlebnis.

Die meisten kennen den Schlager „Ruf Teddybär 1-4“ von Jonny Hill über eine Lastwagen-Fahrt für einen behinderten Jungen. So war der Titel „Teddybär-Tour“ sicher der passende Titel. Seit 13 Jahren veranstaltet Bernd Bick mit der Country-Band Schwarzpulver in Deißlingen ein Country-Open-Air. Auch in diesem Jahr konnte er den Erlös dieses Festivals in Höhe von 2570 Euro an die Katharinenhöhe überreichen.

Seit dem vergangenen Jahr organisiert er nun ebenfalls für die Klinik diese Lkw-Tour. Im ersten Jahr hatte man die Zahl der teilnehmenden Laster auf 50 begrenzt, auch wenn die Zahl der Anmeldungen der Trucker viel höher war. Nach den guten Erfahrungen aus der ersten Auflage erhöhte man nun diese Zahl auf 70. Aber auch hier hätte Bick problemlos 200 Brummis zur Verfügung gehabt. Doch schnell musste die Anmeldeliste aus praktischen Gründen geschlossen werden.

Und dann rückten die 70 Brummis an: Ein Teil nahm gleich Aufstellung auf den leer geräumten Parkplätzen der Klinik, die anderen warteten auf der „Escheck“ auf ihr Startsignal. An der Katharinenhöhe herrschte dann reges Treiben. Zu Gast waren auch die Alphornbläser aus Undingen, die erst zuvor beim Country-Open-Air erstmals mit der Band Schwarzpulver aufgetreten waren.

Durch die etwas größere Zahl an teilnehmenden Lastern waren dieses Mal nicht nur Kinder und jugendliche Patienten Passagiere, auch einige Eltern konnten mitfahren. Und alle waren begeistert. Klinikleiter Stephan Maier war beeindruckt, als er die leuchtenden Augen der Passagiere sah. Berührt waren auch die Lkw-Fahrer selbst von ihrem Engagement. Das erklärt auch, dass rund zwei Drittel der teilnehmenden Fahrer bereits im vergangenen Jahr mit dabei waren. Mancher Fahrer hat selbst in seiner Familie schon Erfahrung mit Krebs gemacht, selbst ehemalige Patienten der Katharinenhöhe fand man unter den Fahrern.

Nicht zuletzt hatten nach der Tour auch die Fahrer noch einmal untereinander gesammelt, dazu kamen Spenden von den Transport-Unternehmen, die an die Klinik übergeben werden konnten.

Auch die Tour selbst war ein Erlebnis. So seien sowohl die Passagiere wie die Fahrer beeindruckt gewesen, wie sie überall fröhlich willkommen geheißen wurden. Bick war als Organisator sehr zufrieden. Nach den Erfahrungen aus dem ersten Jahr lief dieses Jahr alles noch wesentlich besser ab.

Kaum ist die Tour beendet, kommen schon die ersten Anfragen für die nächste in 2020. Doch hier wird die Anmeldeliste erst im kommenden Jahr wieder geöffnet, so Bick.

Ebenso begeistert war Klinikleiter Stephan Maier. Ihn beeindruckte besonders das Engagement der Fahrer, die zum einen ihren freien Tag für diese Aktion opferten, zum anderen in den eigenen Reihen Spenden sammelten.

Als kleinen Dank lud die Klinik die Fahrer und ihre Helfer zu Kaffee und Kuchen ein. Nicht zuletzt wurde ihnen auf Rundgängen durch das Haus die Arbeit der Katharinenhöhe näher gebracht.

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