Rottweil macht TVA Strich durch die Rechnung

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 Trotz der Enttäuschung über die Niederlage in Rottweil bedankten sich Aixheims Andreas Faitsch (Nummer fünf) und sein Trainer H
Trotz der Enttäuschung über die Niederlage in Rottweil bedankten sich Aixheims Andreas Faitsch (Nummer fünf) und sein Trainer Holger Hafner beim Anhang über die Unterstützung. Rottweils Trainer Guido Singer (links) durfte hingegen die Siegerfaust ballen. (Foto: Markus Peiker)

Ein spannendes Derby in der Handball-Landesliga haben sich die beiden Aufsteiger und langjährigen Bezirksrivalen HSG Rottweil und TV Aixheim geliefert. Am Ende hatte Rottweil den längeren Atem und setzte sich in einem umkämpften und abwechslungsreichen Spiel 26:24 (11:10) durch.

Der TVA hatte einen denkbar schlechten Start, lag schnell 2:5 und später 6:11 zurück. „Ich denke nicht, dass die Mannschaft in dieser Phase wirklich schlecht gespielt hat. Wir hatten mit ein paar Pfostentreffern Pech und waren in der Anfangsphase etwas nervös. Danach haben wir besser in die Partie gefunden“, stellte Aixheims Trainer Holger Hafner fest.

Dank der Paraden von Torhüter Frank Plaumann wurde die Hafner-Sieben sicherer und kämpfte sich bis zur Pause auf 10:11 heran. Auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen, die bis zur 39. Minute mit zwei Treffern (15:13) vorne lagen. Rottweil glich danach zwar zum 15:15 (42.) aus, die Gäste wirkten aber zielstrebiger. Fabian Gruler erzielte das 20:18 (48.) für die Grün-Weißen und als Andreas Faitsch zwei Minuten später auf 22:18 erhöhte schien dem TVA der Derbysieg fast schon sicher.

„Danach haben wir die Konzentration verloren, dachten mit ein paar Prozent weniger geht es“, stellte Hafner fest. Rottweil kämpfte sich heran, und lag nach 57 Minuten 24:22 vorne. „Wir haben im Angriff leichte Bälle verworfen, waren im Rückzugsverhalten nicht mehr schnell genug und das wird eben in der Landesliga – und in diesem Fall von den Rottweilern – rigoros ausgenutzt“, meinte Hafner. In seiner Hochrechnung nach den ersten vier Spielen hatte er 4:4-Punkte eingeplant. Nun sind es 2:6-Zähler.

Sicherlich fehlte dem TVA neben dem urlaubenden Rückraumspieler Pascal Effinger noch der eine oder andere verletzte Akteur. „Daran will ich unsere Niederlage nicht festmachen. Denn wir hatten die Chance, die Partie zu gewinnen“, sagte der TVA-Trainer. Im Oktober hofft Hafner, dass ihm der gesamte Kader zur Verfügung stehen wird und dann sollen Punkte für den Klassenerhalt eingesammelt werden.

Rottweils Trainer Guido Singer war nach dem Sieg seiner Mannschaft, verbunden mit jetzt 5:3-Punkten, zufrieden. „Unsere junge Mannschaft ist auch nach dem Vier-Tore-Rückstand nicht nervös geworden. Ich denke, dass wir von der Bank aus gute Möglichkeiten zum Wechseln hatten und somit in der Schlussphase mehr zusetzen konnten. Es war ein enges Spiel. Am Ende hat unsere Mannschaft mit Leidenschaft und Willensstärke und dem tollen Publikum durchaus verdient die Partie für sich entschieden.“

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