Neumann stellt Traineramt zur Verfügung

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Durch das 1:1 beim Tabellendritten FC Holzhausen hat der Fußball-Landesligist VfB Bösingen die Spielzeit 2018/2019 mit 45 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz beendet. Trotz der guten Platzierung hinterließen die letzten Wochen eine faden Beigeschmack. Trainer Michael Neumann stellte sein Amt zur Verfügung.

Davon zeigte sich auch der VfB-Vorsitzende Spielbetrieb, Ingo Ohnmacht, völlig überrascht. „Der Verein wollte mit Neumann auch in der neuen Saison weitermachen. Dass es zuletzt immer wieder zu Reibungspunkten zwischen dem Cheftrainer und der Mannschaft kam, ist auch uns nicht verborgen geblieben“, sagte Ohnmacht. Dabei ging es vordergründig um Einstellung sowie Trainingsbeteiligung oder auch die Leistungen bei den Trainingseinheiten. „Und, dass der Fußball in der heutigen Zeit nicht mehr den Stellenwert hat, wie noch vor zehn Jahren. Das ist aber nicht nur ein Problem des VfB Bösingen“, fügt Ohnmacht an und ergänzt: „Bei uns war dies aber vielleicht noch länger der Fall, als bei anderen Vereinen.“

Ohnmacht gibt Michael Neumann in dem Punkt recht, dass dieser sich darüber ärgerte, wenn Spieler sich kurzfristig vor dem Training abmeldeten, oder am Spieltag einem Event den Vorzug gaben. „Aber auch wir haben dem Trainer seine berufliche Fortbildung zugestanden“, so Ohnmacht. Neumann konnte bei gut einem halben Dutzend Partien und auch Trainingseinheiten nicht dabei sein.

Michael Neumann gibt aber auch zu, dass der Stress bei der Weiterbildung doch eine größere Mehrbelastung war, als er vor Beginn dieser Maßnahme angenommen hatte. Im Nachgang sagt Neumann: „Es war eine schöne Zeit in Bösingen. Der Verein hat immer hinter mir gestanden, aber es ist unter den derzeitigen Umständen von beiden Seiten Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.“

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