Der Kindergarten in Weilheim wird abgerissen. An gleicher Stelle soll ein neuer Bau entstehen.
Der Kindergarten in Weilheim wird abgerissen. An gleicher Stelle soll ein neuer Bau entstehen. (Foto: Archiv)

Der Kindergarten Weilheim wird abgerissen und neu gebaut. Das haben die Gemeinderäte am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Baubeginn für das Projekt soll nächstes Jahr sein.

Architekt Joachim Bühler stellte den Räten und einer Vielzahl interessierter Bürger in der Sitzung die Pläne und Kosten für die Sanierung und Anbau denen für Abriss und Neubau gegenüber. Die Ausstattung der Räume ist bei beiden Varianten sehr ähnlich. Im Gegensatz zum Anbau könnte bei dem Neubau nochmals erweitert werden, falls der Platz zu knapp werden würde. Auch bietet der Garten bei einem Neubau mehr Platz zum Spielen.

Unterschiede gibt es auch bei den Kosten. Die Sanierung mit Anbau kostet abzüglich der Förderung 2,1 Millionen Euro und damit rund 376 000 Euro weniger als ein Abriss mit Neubau. Abzüglich des Zuschusses verbleiben Kosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Die Kosten für die Übergangslösung – die Kinder kommen vorübergehend im Alten Schulhaus unter – sind laut Bürgermeister Jochen Arno noch nicht eingerechnet.

Die Pläne für den Neubau sehen im Erdgeschoss unter anderem eine Küche, Wickelplätze und WCs vor. Die Leiterin soll ihr Büro an einem zentralen Platz haben. Im Erdgeschoss werden zwei Kleinkindgruppen untergebracht. Im Obergeschoss finden neben den Regelgruppen unter anderem ein Bewegungsraum und Personalräume Platz. „Der vordere Bereich kann noch aufgestockt werden“, erläutert der Architekt eine Erweiterungsmöglichkeit des Kindergartens und hebt einen weiteren Vorteil des Neubaus hervor: „Man hat mehr Nutzfläche.“

Dass der Platz gebraucht wird, zeigt Hauptamtsleiterin Sandra Neubauer anhand der Kinderzahlen der Gemeinde. „Wir haben momentan starke Jahrgänge“, sagte sie. Es ergebe sich ein Engpass bei der Betreuung von Kleinkindern. Hinzu kommt, dass der Kindergarten in Rietheim voll ist.

Steigende Anforderungen

Jürgen Bacher äußerte seine Bedenken zum Kindergartenneubau: „Die Lösung passt nicht. Ich weiß nicht, ob wir auf dem Holzweg sind.“ Er betonte mehrfach, dass die Planungen auf „hohem Niveau“ seien. Man müsse sich mehr Gedanken machen. Er fragte, ob der Kindergarten in Weilheim nur für zehn Plätzen mehr gebaut werde.

Neubauer und Arno verneinten. Die Hauptamtsleiterin ergänzte, dass zusätzlich zu den zehn Plätzen mehr auch die Kinder ab einem Jahr aufgenommen würden. Und der Bürgermeister fügte hinzu, dass der bestehende Kindergarten sowieso sanierungsbedürftig sei.

Tobias Bacher erinnerte in der Sitzung, dass sich der Gemeinderat seit bereits vier Jahren mit dem Thema befasse und etliche Entwürfe vorgestellt worden seien. Man habe sich durchaus Gedanken über eine gute Lösung gemacht. Gaby Kupferschmid betonte, dass die Anforderungen an Kindergärten in den vergangenen Jahren gestiegen sind und sicher weitere hinzukommen werden. „Da brauchen wir nicht diskutieren, ob es einen Raum braucht oder nicht.“

Gemeinderatskollegin Cornelia Kupferschmid befürwortete den Neubau. Damit sei man flexibler. Arno mahnte an, bald in die Pötte zu kommen. Schließlich müsste der Zuschussantrag gestellt werden. Er hofft, dass der Neubau in einem Jahr Bauzeit abgeschlossen werden kann.

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