Rietheims Ortskern wird derzeit modernisiert. Nicht nur die Schlossstraße samt Leitungen werden erneuert, auch das Entwicklungs- und Innovationszentrum des Mechatronik-Spezialisten Marquardt nimmt Gestalt an. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Sven Schmitz, Leiter für Sicherheit, Bauwesen und Energiemanagement bei Marquardt. Im ersten Quartal des Jahres 2019 soll das mehr als 30 Millionen Euro teure Zukunftsprojekt fertiggestellt werden.

„Der Rohbau ist weitgehend fertig“, informiert Schmitz. 1400 Tonnen Baustahl wurden dafür verbaut. Momentan wird die Haustechnik mit Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro eingebaut. Parallel dazu laufen die Trockenbauarbeiten.

In den nächsten Monaten werden laut Schmitz Teppiche und Fliesen verlegt, noch im August stehen die Fassadenarbeiten an. Eine Musterfassade steht bereits auf der Baustelle. „Eine freundliche Fassade, die sich gut ins Ortsbild einfügt“, findet Marquardt-Sprecher Ulrich Schumacher. Danach wird die Küche des Betriebsrestaurants ausgestattet, zum Schluss werden die Möbel aufgestellt.

Bis alle Mitarbeiter in das neue EIZ umgezogen sind, wird es nach Bauende noch weitere vier bis fünf Monate dauern. Leerstehende Büros wird es im alten Gebäude nach dem Umzug aber nicht geben. Schumacher berichtet, dass beispielsweise die Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation und des Personalwesens derzeit in Bürocontainern arbeiten. Diese Abteilungen werden dann umziehen. Das EIZ besteht aus zwei ineinander geschobenen Gebäuden. Glaskuppeln werden die beiden Atrien überdachen. Links des ersten Atriums werde sich das Betriebsrestaurant mit Terrasse und Cafeteria befinden, sagt Schmitz bei einer Baustellenführung. „Pro Tag können 900 Essen in drei Schichten ausgegeben werden“, ergänzt er.

Das zweite Atrium soll als Kommunikationszone und als Alternative zum klassischen Meetingraum genutzt werden, erklärt Schumacher. Auf dem Dach soll eine Photovoltaik-anlage entstehen, und außerdem eine kleine Terrasse, von der aus die Mitarbeiter einen Ausblick über Rietheim haben. Auch das Ausbildungszentrum wird im EIZ Platz finden. Im Untergeschoss werden sich drei Garagen mit Erprobungsautos befinden. Rund 600 Mitarbeiter werden ab nächstem Jahr ihren Arbeitsplatz im EIZ mit einer Nutzfläche von 12 000 Quadratmetern haben.

Das EIZ ist ein Zukunftsprojekt für Marquardt. Dort sollen Zukunftstechnologien entwickelt werden, die, bevor sie auf den Massenmarkt gelangen, berühr- und erlebbar sein werden, sagt Schumacher. Nicht nur die Marquardt-Mitarbeiter profitieren von dem Neubau. „Es wird einen schönen Vorplatz mit Grünflächen, Sitzmöglichkeiten und einem Brunnen geben. Dieser kann auch von der Öffentlichkeit genutzt werden“, sagt Schmitz.

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