Die Nachbarschaftshilfe Rietheim-Weilheim könnte mehr helfende Hände gebrauchen.
Die Nachbarschaftshilfe Rietheim-Weilheim könnte mehr helfende Hände gebrauchen. (Foto: Archiv/Drubig)
Simon Schneider

Sieglinde Latuske bietet am ersten und dritten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr im Rathaus Rietheim, Rathausplatz 3, Zimmer 09 im Erdgeschoss regelmäßige Sprechstunden an. Alternativ ist die Einsatzleiterin auch unter 07424 /96 071 20 oder per Mail an bus.latuske@gmx.de zu erreichen.

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Der noch junge Nachbarschaftshilfeverein in Rietheim-Weilheim hat erstmals eine offizielle Mitgliederversammlung durchgeführt und registriert im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 900 Arbeitsstunden.

Der erste Vorsitzende des Nachbarschaftshilfevereins Rietheim-Weilheim, Bürgermeister Jochen Arno, begrüßte rund zehn Mitglieder zur ersten offiziellen Mitgliederversammlung, nachdem der Verein im vergangenen Jahr am 4. April gegründet wurde.

Arno blickte auf die Anfänge zurück und ist mit dem bisher geleisteten durchweg zufrieden. „Uns war es wichtig, dass die Nachbarschaftshilfe auf eine breite Basis gestellt wird“, betonte Jochen Arno eingangs. Er erinnerte an erste Treffen und den Austausch mit den Helfern.

Kassierer Ulrich Mußler stellt einen deutlichen Zuwachs in der Kasse fest. Er bedankte sich für die zahlreichen Spenden und die Mitgliedsbeiträge. Der Nachbarschaftshilfeverein in der Doppelgemeinde registriert derzeit 110 Mitglieder.

Laut der Einsatzleiterin Sieglinde Latuske seien derzeit insgesamt zwölf Helfer im Einsatz und betreuen 18 Haushalte auf ehrenamtlicher Basis. Insgesamt hätten diese 900 Stunden geleistet. „Das ist eine passable Zahl“, findet Latuske. Die Helfer erhalten eine Aufwandsentschädigung auf ehrenamtlicher Basis.

Arzt-Fahrdienst ist gefragt

Der Wegfall der hausärztlichen Betreuung des Allgemeinmediziners Hartmut Arleth in der Doppelgemeinde (wir berichteten) wirke sich auf die Hilfeleistungen der Nachbarschaftshilfe aus. Seit der Praxisschließung fragen laut der Einsatzleitung vermehrt Senioren um Hilfe nach, um zu ihrem Hausarzt in die umliegenden Gemeinden zu gelangen. Der Verein biete hierzu entsprechende Fahrdienste an. Latuske appellierte an diejenigen, die die Hilfe in Anspruch nehmen wollen, ohne Hemmungen auf den Nachbarschaftshilfeverein zuzugehen. Der Verein berechnet pro Einsatzstunde 14,20 Euro.

Die Nachbarschaftshilfe ist auf der Suche nach engagierten Bürgern, die als Helfer fungieren wollen. Latuske sagte, dass ein Helfer zu nichts verpflichtet sei. Er könne selbst entscheiden, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeiten er seine Hilfe anbiete. Genauso müsse die Hilfe nicht mit einer Regelmäßigkeit verbunden sein. Der jährliche Mitgliedsbeitrag des Vereins liegt bei 12,50 Euro.

Die Leistungen umfassen in Rietheim-Weilheim neben Bring- und Abholdiensten auch die Begleitung zu den unterschiedlichsten Terminen wie zum Gottesdienst. Aber auch Helfer für hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Wäschepflege oder Rasenmähen werden gesucht, genauso die Begleitung bei Spaziergängen.

Handwerker sind gefragt

Vor allem die männlichen Helfer seien bei handwerklichen Tätigkeiten zur Unterstützung gefragt. Die Leistungen des Vereins umfassen auch die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen und einen Babysitterdienst.

Arno kündigte auf der Sitzung einen neuen Flyer an, der über die gesamten Leistungen und den Nachbarschaftshilfeverein im Allgemeinen informiert und in absehbarer Zeit fertiggestellt werde.

Sieglinde Latuske bietet am ersten und dritten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr im Rathaus Rietheim, Rathausplatz 3, Zimmer 09 im Erdgeschoss regelmäßige Sprechstunden an. Alternativ ist die Einsatzleiterin auch unter 07424 /96 071 20 oder per Mail an bus.latuske@gmx.de zu erreichen.

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