Infoveranstaltung zur dritten Sporthalle steht am Montag an

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Die Sitzungen des Rietheim-Weilheimer Gemeinderats waren in den vergangenen Wochen imme rgut besucht, wenn es um eine mögliche d
Die Sitzungen des Rietheim-Weilheimer Gemeinderats waren in den vergangenen Wochen imme rgut besucht, wenn es um eine mögliche dritte Sporthalle in der Gemeinde gegangen ist. (Foto: Archiv: Simon Schneider)
Redaktionsleiter

Damit die Bürger beim Bürgerbegehren in Sachen neue Sporthalle in Rietheim-Weilheim am Sonntag, 22. Juli, für sich das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, lädt die Gemeinde am kommenden Montag, 9. Juli, um 20 Uhr zur Informationsveranstaltung mitsamt Podiumsdiskussion in die Gemeindehalle nach Rietheim ein. Dann wird das Thema, das seit Monaten in der Gemeinde intensiv diskutiert wird, mit Vertretern der Befürworter und Gegner sowie Bürgermeister Jochen Arno und Planer Dieter Deichsel besprochen. Auch die Bürger dürfen ihre Fragen stellen.

„Sind Sie gegen die Beauftragung der Verwaltung zur Durchführung des Interessenbekundungsverfahrens für den Neubau einer Sporthalle wie vom Gemeinderat am 28. März 2018 beschlossen?“, so lautet die Frage, die es am 22. Juli zu beantworten gilt. In besagter Sitzung hatte sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, in ein Wettbewerbsverfahren zur Suche eines Investors für ein gemeindliches Grundstück zur dortigen Errichtung der schon seit 17 Jahren geplanten Sporthalle einzusteigen.

225 Unterschriften überreicht

Die „Initiative für Vernunft“ hatte in jener März-Sitzung des Gemeinderats 225 Unterschriften vorgelegt, die sich für ein Bürgerbegehren und gegen den Bau der Halle ausgesprochen haben. Für das Bürgerbegehren, das nun am Montag stattfindet, hätten bereits 160 Unterschriften gereicht. Damit liegt die Entscheidung des Gemeinderats derzeit auf Eis.

Der Wunsch nach einem Bürgerentscheid richtet sich dabei nicht gegen das Interessenbekundungsverfahren an sich, sondern in erster Linie gegen die dritte Sporthalle. Die Kosten und finanziellen Verpflichtungen seien laut der Initiative bisher nicht vollumfänglich dargestellt worden. Schließlich müssten die Vereine, die die Halle nutzen, Miete für die Stunden zahlen. Für die Kreissporthalle, in der etwa die HSG Rietheim-Weilheim bisher trainiert und ihre Meisterschaftsspiele absolviert, habe die Gemeinde bisher keine Mietkosten weiterberechnet.

Auf der anderen Seite stehen die sporttreibenden Vereine der Gemeinde und der Förderverein „Neubau Sporthalle Rietheim-Weilheim“. Um deren Angebot halten und ausbauen zu können, so ihre Argumentation, würden sie eine Sporthalle in Rietheim-Weilheim benötigen. Ein Drittel der angebotenen Übungsstunden würden in aufgrund fehlender Hallenzeiten außerhalb der Gemeinde stattfinden. Sie würden gerne allen Bürgern die Möglichkeit geben, innerhalb der Gemeinde ihren Sport auszuüben.

Schuldenfreie Gemeinde

Für Bürgermeister Jochen Arno ist angesichts der inzwischen 17-jährigen Planungs- und Beratungsphase und Rücklagen in Höhe von fünf Millionen Euro jetzt der richtige Zeitpunkt, dass in der schuldenfreien Gemeinde die Halle, die zwischen den beiden Ortsteilen entstehen soll, gebaut wird. Aus seiner Sicht könnte sie die Chance zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft bieten.

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