Ein Abschied und ein Neuanfang in der Bezirkssyonde

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Heinz Elsäßer (rechts) gratuliert seinem Nachfolger als Vorsitzender der Bezirkssynode Tobias Schlier (links). Die Verabschiedun
Heinz Elsäßer (rechts) gratuliert seinem Nachfolger als Vorsitzender der Bezirkssynode Tobias Schlier (links). Die Verabschiedung und Amtseinsetzung findet am Sonntagnachmittag in der Stadtkirche Tuttlingen statt. (Foto: Archiv: Evangelische Kirche)

Ein Generationenwechsel steht in der Bezirkssynode bevor: Am Sonntag, 3. Februar, wird Heinz Elsäßer aus Rietheim-Weilheim im Rahmen eines Gottesdiensts nach 23-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender der Bezirkssynode verabschiedet. Gleichzeitig wird sein Nachfolger Tobias Schlier aus Wurmlingen das Amt antreten.

Aus Altersgründen – Elsäßer wird dieses Jahr 75 Jahre alt – wollte er sich nicht mehr zur Wahl stellen, begründet er seine Entscheidung. In der Amtszeit „habe ich eine ganze Menge Erfahrung gesammelt und eine Zeit vieler Umbrüche erlebt“, sagt Elsäßer im Gespräch mit unserer Zeitung rückblickend. Beispielsweise sei eine Menge Verantwortung auf die Kirchenbezirke verlagert worden, und auch die Verwaltung sei komplexer geworden. Es sei nicht immer leicht gewesen, offene Stellen am Rande der Landeskirche zu besetzen. Und doch habe er erlebt, dass manche nach ihrer Ausbildung als Pfarrer wieder nach Tuttlingen zurückgekehrt sind.

Besonders in Erinnerung bleiben Elsäßer die Änderungen in der Finanzierung. Ihm habe es gefallen, bei der Verteilung von Mitteln für die Kirchengemeinden mitzureden. Auch für die psychologische Beratungsstelle hat sich Elsäßer eingesetzt. Er sorgte dafür, dass diese in kirchlicher Trägerschaft blieb. Angefangen hat Elsäßer als Mitglied im Kirchengemeinderat Rietheim (1977), dann wurde er Vorsitzender des Gremiums (1984 bis 2010). Seit 1990 war er Mitglied im Kirchenbezirksausschuss, bevor er 1996 Vorsitzender in der Bezirkssynode wurde. Für sein Engagement in der Kirche erhielt Elsäßer im März 2012 vom Landesbischof die Brenzmedaille in Bronze, die zweithöchste Auszeichnung der Württembergischen Landeskirche. Für ihn stand schon immer fest: Er will nicht zuschauen, sondern mitwirken. Nun freut sich Elsäßer auf das Loslassen – ganz aufhören will er aber nicht. Seine Frau und er werden sich vorerst weiterhin im Mesnerdienst in Rietheim engagieren.

Sein Nachfolger Tobias Schlier wohnt in Wurmlingen und wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Als neuer Vorsitzender der Bezirkssynode freut er sich, den Kirchenbezirk weiter kennenzulernen. Neu sind die Themen, mit denen er sich beschäftigen wird, für ihn nicht. Er ist im Kirchengemeinderat Wurmlingen tätig und seit mehr als zehn Jahren im Kirchenbezirksausschuss aktiv. „Diese Arbeit habe ich als bereichernd empfunden“, sagt Schlier im Gespräch mit unserer Zeitung.

Er wird sich mit Personal- und Finanzaufgaben befassen und Strukturen schaffen, damit gut zusammengearbeitet werden kann. Gleichwohl will er Projekte unterstützen, wie das neue des Bezirksjugendwerks. Um was es sich dabei handelt, will er noch nicht verraten.

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