Gegen den TV Aixheim (Mitte) konnte die HSG Rietheim-Weilheim im Derby der Handball-Landesliga wenig ausrichten. Die klare Niede
Gegen den TV Aixheim (Mitte) konnte die HSG Rietheim-Weilheim im Derby der Handball-Landesliga wenig ausrichten. Die klare Niederlage führte zum Aus von Trainer Dirk Salmen. (Foto: HKB)

Nach der krachenden Derbypleite in der Handball-Landesliga gegen den TV Aixheim (25:37) ist die Geduld am Ende gewesen. Die HSG Rietheim-Weilheim hat die Reißleine gezogen und sich von Trainer Dirk Salmen getrennt (wir haben berichtet). Die Entscheidung, sagt Gunter Haffa, habe einzig sportliche Gründe gehabt. Als Zehnter liegt die HSG nur knapp über der Abstiegszone.

„Wir mussten aufpassen, dass es nicht schnell ganz bergab geht“, begründet der sportliche Leiter der HSG den Schritt, der sich allerdings schon länger abgezeichet habe. „Die Entscheidung haben wir nicht von heute auf morgen getroffen“, stellt Haffa, dem die Veränderung auf der Trainerposition „menschlich sehr leid tut“, klar. „Dirk war ein super Typ.“ Allerdings habe es auch schon in der vergangenen Saison Partien gegeben, in denen Rietheim-Weilheim „sang- und klanglos“ untergegangen ist. Das angesichts des feststehenden Klassenerhalts vergeigte Derby gegen den späteren Landesliga-Absteiger HSG Baar (22:39) am letzten Spieltag der Vorsaison liegt Haffa immer noch im Magen. Nach der Klatsche gegen Aufsteiger Aixheim, die letztlich ausschlaggebend für die Trennung war, sei der Druck von außen groß geworden.

Die Chemie habe zwischen den Spielern und dem Trainer gepasst, erklärt Haffa. Allerdings sei das System des Ex-Coaches nicht das gewesen, was die Mannschaft habe spielen wollen. „Sie wollen den alten Weg“, sagt der sportliche Leiter. Mit der Taktik „hinten Beton und dann mit Schwung nach vorne“ soll der Klassenerhalt gelingen. „Damit sind wir bisher gut gefahren“, sagt Haffa. „Wenn sich ein Dorf wie Rietheim-Weilheim in der Landesliga halten kann, ist das ein Erfolg. Der Klassenerhalt ist nicht nur für uns wichtig, sondern auch für den Bezirk.“

Mit Bauer und altem Konzept zum Klassenerhalt

Einen ersten Schritt haben die HSG-Akteure bereits am vergangenen Wochenende gemacht. Gegen den Vorletzten SG H2Ku Herrenberg II gelang mit Interimstrainer Martin Bauer ein 29:18-Sieg. Die Saison, bestätigt Haffa, wird der Verein mit Martin Bauer als Trainer zu Ende bringen. Die Verpflichtung des langjährigen HSG-Spielers sei ein Wunsch der Vereinsverantwortlichen und der Spieler gewesen. Nach der Anfrage habe Bauer auch nicht lange überredet werden müssen. „Er hat gesagt, dass er gerne hilft. Ich würde mich freuen, wenn die Zusammenarbeit auch über die Saison hinausgeht“, erklärt der sportliche Leiter der HSG.

Das Kapitel Dirk Salmen ist für Haffa trotz der Trennung nicht geschlossen. Bei einem Treffen will er die Zeit in Rietheim-Weilheim und die Trennung nachbearbeiten. Das stellt Haffa klar: In seiner Amtszeit als HSG-Trainer habe Salmen seine Leistung gebracht. Bei dem schwachen Start in die Landesliga-Saison mit drei Pleiten müsse auch berücksichtigt werden, dass die Vorbereitung ohne Einheiten in einer Halle absolviert werden musste. Ungeachtet dessen ist nun die Reißleine gezogen worden. Dirk Salmen war von der Redaktion nicht zu erreichen.

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