Auf den richtigen Baumschnitt kommt es an

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 Bei einem Baumschnittkurs lernen die Teilnehmer des Obst- und Gartenbauvereins Renquishausen die richtige Pflege von Streuobstb
Bei einem Baumschnittkurs lernen die Teilnehmer des Obst- und Gartenbauvereins Renquishausen die richtige Pflege von Streuobstbäumen. (Foto: Wolfgang Müller)

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) ruft in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal die Landesweiten Streuobstpflegetage aus. In der erfolgreichen Initiative steht insbesondere die Sanierung älterer Obstbäume im Vordergrund. So trafen sich am Samstagmorgen auf der Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins Renquishausen 26 Fachwirte, Mitglieder und interessierte Bürger zum Baumschnittkurs.

Altbestände werden durch einen Erneuerungsschnitt wieder vitalisiert – ihre Lebensdauer und damit auch ihr ökologischer Wert können dadurch deutlich gesteigert werden, erfuhren die Teilnehmer. Rund neun Millionen Bäume auf 115 000 Hektar bilden in Baden-Württemberg die größten zusammenhängenden Streuobstbestände in ganz Europa. Ihre Biodiversität ist hoch.

Sie prägen das Landschaftsbild und bieten Lebensraum für rund 5000 Tier- und Pflanzenarten. Ihr Baumbestand weist mit etwa 3000 verschiedenen Obstsorten eine große Vielfalt auf. Deren Robustheit ist auch als Genreservoir zu sehen und trägt zum hohen ökologischen Wert der Streuobstwiesen bei. Doch dieser Lebensraum könne nur erhalten werden, wenn die Obstbäume regelmäßig gepflegt werden. Dies sei jedoch für viele Baubesitzer ein Problem, da sie häufig nicht über die nötige Fachkenntnis verfügen.

Bäume melden, die geschnitten werden

Mit den Landesweiten Streuobstpflegetagen will der LOGL zum Erhalt dieser Kulturlandschaft beitragen. Die teilnehmenden Obst- und Gartenbauvereine und -Fachwarte melden dem LOGL dafür die Anzahl der Streuobstbäume, die im März geschnitten wurden. In den vergangenen Jahren waren es landesweit jährlich etwa 9000 Streuobstbäume, die auf diese Weise saniert wurden.

Durch die Aktion soll nicht nur wichtiges Wissen erhalten und weitergegeben werden, sie soll auch Begeisterung und Freude für den Streuobstbau und die Obstbaumpflege wecken. Diese kann durch ein „Fitnesscenter im Grünen“ einen Ausgleich zum Büroalltag bieten.

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