Eine feuchte Angelegenheit wurde der Fassanstich mit Bürgermeister Jürgen Zinsmayer.
Eine feuchte Angelegenheit wurde der Fassanstich mit Bürgermeister Jürgen Zinsmayer. (Foto: Wolfgang Müller)
Wolfgang Müller

In diesem Jahr hat das Dorffest in Renquishausen vier Wochen früher stattgefunden als üblich. Es war die 28. Auflage, verbunden mit dem 50-jährigen Bestehens des Kulturausschusses. Bereits am Freitagabend fand der traditionelle Waldlauf des Sportvereins statt mit anschließender Siegerehrung im Hauptzelt. Die Jüngeren vergnügten sich im Discozelt des Jugendtreffs im Rathaushof.

Am Samstag begann um 17 Uhr der zweite Nachtflohmarkt des Dorffests; er war wie der erste ein voller Erfolg. Menschenmassen tummelten sich auf der Flohmarktzeile, wo allerlei Nützliches zum Kauf angeboten wurde. Derweil bereiteten sich Bürgermeister Jürgen Zinsmayer und Kulturausschussvorsitzender Reinhold Hafen auf den Fassanstich vor, sie wurden assistiert von Gabi Lemke und Uli Schray von der Hirschbrauerei. Reinhold Hafen erinnerte in einer kurzen Rede an die Geschichte des Kulturausschusses und des Dorffests.

Dann bewaffnete sich Zinsmayer mit Hammer und Zapfhahn, mit wuchtigen Schlägen wollte er den Hahn ins Fass treiben, doch, oh Graus: er traf nicht richtig und alle vor dem Fass wurden nass. Doch dies tat dem Fest keinen Abbruch, Gemeinderäte und Vereinsvorsitzende labten sich an dem kühlen Nass.

Auf der Festmeile wurde gefeiert, jeder Gast fand das, was er wollte; das reichhaltige Speisenangebot der Renquishauser Vereine verblüfft immer wieder die Festbesucher, nichts gab es zwei Mal, jeder Verein hatte sein Angebot von griechischen Spezialitäten bis zu deftigen schwäbischen Gerichten. Am Samstagabend wurden die Festbesucher vom Musikverein Kolberg musikalisch unterhalten, der seit zwei Jahren eine Freundschaft mit dem Musikverein Renquishausen pflegt.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Diakon Karl-Heinz Reiser und musikalisch gestaltet vom Kirchenchor unter Leitung von Chorleiter Armin Mesle. Zwischenzeitlich trafen die ersten Traktoren zum großen Oldtimertreffen in Renquishausen ein: Mehr als 270 Oldtimer aller Marken, restauriert oder nicht, standen auf der Wiese hinter dem Gemeindezentrum und konnten besichtigt werden. Über Mittag trieb zwar ein kurzer Regenguss die Besucher in die Zelte, doch das war nur vorübergehend, das Wetter besserte sich wieder und so konnte der Oldtimer-Corso durch das Festgelände stattfinden. Auch für die Kleinsten war gesorgt, Spielstraße und Hüpfburg fanden regen Zuspruch; wie das Heubergbähnle, das unbeirrt seine Wege zog. Zum Schluss wurden die Lose der Tombola gezogen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen