Zwei Strom-Ladesäulen sind nun in Betrieb

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 Bürgermeister Rudolf Wuhrer nimmt symbolisch die Elektro-Ladestation in der Ortsmitte in Betrieb, rechts Karsten Lüdke von der
Bürgermeister Rudolf Wuhrer nimmt symbolisch die Elektro-Ladestation in der Ortsmitte in Betrieb, rechts Karsten Lüdke von der EnBW. (Foto: Alois Groß)
Herlinde Groß

Seit ein paar Tagen lässt sich jetzt auch in Denkingen „tanken“. Karsten Lüdke von der EnBW übergab zwei Ladesäulen der Netze BW (vor der Kreissparkasse und auf dem Klippeneck) an Bürgermeister Rudolf Wuhrer, der stellvertretend die Säule in der Ortsmitte symbolisch in Betrieb genommen hat.

Als Mitglied der Nachhaltigkeitsregion FÜNF G liegt der Gemeinde die Förderung der Elektromobilität besonders am Herzen. Deshalb webt Denkingen fleißig mit am Netz öffentlicher Stromtankstellen. Zwei Säulen hat die EnBW in den letzten Wochen im Auftrag der Gemeinde installiert.

Auf den beiden reservierten Parkplätzen direkt neben dem Rathaus stehen Fahrern von Elektroautos jetzt je zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung zur Verfügung. Ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder lassen sich an beiden Standorten zudem an zwei Schuco-Steckern mit je 3,7 kW aufladen. „Bei den neueren E-Mobilen reicht eine halbe Stunde Laden schon für gut 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte Karsten Lüdke von der EnBW. Zurzeit kostet ein kW 39 Cent oder bei einer monatlichen Gebühr von fünf Euro liegt der Preis bei 29 Cent pro kW, so weitere Informationen.

Der Zugang zu den Ladepunkten erfolge am einfachsten mit der „ENBW mobility+ App“ oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Die App bietet laut Karten Lüdke zudem die Möglichkeit, mit dem Smartphone an über 28 000 Stationen und damit dem größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu tanken. Sie lotse außerdem zu freien Anschlüssen und bietee Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.

„Auch wir in Denkingen wollen einen Beitrag zum Ausbau der Elektromobilität leisten“, betonte Bürgermeister Rudolf Wuhrer. Nach seinem Eindruck ist die Ladeinfrastruktur in den Ballungsräumen meist schon recht gut ausgebaut und auch zwischen Rottweil und Tuttlingen habe sich im letzten Jahr viel getan. Gerade auf dem Land, wie rund um den Heuberg, gäbe es jedoch noch viele „weiße Flecken“. Mit den beiden Ladestationen wird das Netz wieder etwas dichter, wovon auch die Gemeinden der FÜNF-G-Region mit ihren eigenen Elektroautos profitieren. Ein wenig stolz ist der Bürgermeister auf den zweiten Denkinger Standort auf dem Klippeneck. „Natürlich erwarte ich, dass sich so manch zusätzlicher Besucher von Deutschlands höchstgelegenen Segelflugplatz angezogen fühlt“, sagte Wuhrer.

Der Gemeinderat hatte im Herbst 2018 für die Investition grünes Licht gegeben und den Vergabebeschluss nach der Ausschreibung gefasst. Das Bundesverkehrsministerium steuert aus Fördermitteln 40 Prozent der Kosten bei.

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