Zunftmitglieder müssen einiges an Kritik einstecken

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 Der Zunftrat der „Wallenburger Zunft“: (von links) Zunftrat Dominic Brugger, Hans-Peter Müller, Anita Schuhmacher (ein Jahr), T
Der Zunftrat der „Wallenburger Zunft“: (von links) Zunftrat Dominic Brugger, Hans-Peter Müller, Anita Schuhmacher (ein Jahr), Tobias Mattes, erster Zunftmeister Andreas Kauffmann, Schriftführer Ingo Leukhart, Zunftrat Karin Müller, Birgitt Brugger (ein Jahr); Narrenratvertreter Valentin Zepf, zweiter Zunftmeister Brauchtum Robert Miller, zweiter Zunftmeister Geschäftsbereich Manuel Mattes und Kassenverwalterin Sabine Keuser. (Foto: Lothar Dittes)
Lothar Dittes

Andreas Kauffmann ist für weitere zwei Jahre erster Zunftmeister der Wallenburger Narrenzunft Dürbheim. Die gut besuchte Hauptversammlung fand am traditionellen Fasnetsbeginn, dem 11. November, in der Landgaststätte „Rose“ statt. Die Mitglieder hörten wegen offenbar mangelnder Bereitschaft, sich in der Zunft einzubringen, auch kritische Worte.

Nachdem er kräftig die „Büttel-Glocke“ geläutet hatte, stieg der Zunftmeister in seinen Bericht ein. 2017 waren die Stromkosten in der Zunftstube extrem hoch ausgefallen. Die Ursache lag begründet in den aufwendigen Renovierungsarbeiten im „Backhaus“, so Kauffmann. Die Dorffasnet sei ein voller Erfolg, beide Umzüge sehr gut besucht gewesen. Die „Vogelbörse“ am Aschermittwoch „war nicht so der Brecher“, sagte Kauffmann. Überhaupt sei das Bewirten der „Zunftstube“ ein Wermutstropfen gewesen. Das „Brotfest“ am 21. Juli sei ein großer Erfolg gewesen. Alle Vorräte seien ausverkauft gewesen. Kritisch sei für ihn die Bereitschaft der Mitglieder gewesen, sich aktiv bei dem Event einzubringen. Erst zwei Tage vor dem Fest sei die komplette Mannschaft aufgestellt gewesen. Er bemängelte den fehlenden Leiter für die Jugendarbeit. Zufrieden zeigte sich der Zunftmeister mit der aktuellen Mitgliederzahl: 2018 waren es 471, derzeit sind es 494 Personen.

Das „Brotfest“ war ein Höhepunkt

Manuel Mattes, zweiter Zunftmeister Brauchtum, bemängelte die fehlende Bereitschaft, sich im Verein aktiv einzubringen. So sei es schade gewesen, dass das Zunftstüble an der Dorffasnet geschlossen war und niemand sich bereit erklärte, zu wirten. Das „Brotfest“ sei ein Highlight der Saison gewesen, „aber der Abbau fast ein Fiasko“. Neun Helfer, darunter vier Ehrenmitglieder, bauten die Zelte ab. „Bei fast 500 Mitgliedern kann man mehr Einsatzwillen erwarten und keine faulen Ausreden“, sagte Mattes.

Schriftführer Ingo Leukart berichtete nochmals über die Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres. Kassenverwalterin Sabine Keuser gab einen tadellosen Kassenbericht zur Kenntnis.

Die Kasse wurde von den Prüfern Ingrid Zepf und Konrad Kupferschmid für tadellos befunden. Bürgermeister Andreas Häse hatte daher auch keine Probleme mit der Entlastung, die einstimmig erteilt wurde.

Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: erster Zunftmeister Andreas Kauffmann, zweiter Zunftmeister Brauchtum Robert Miller, Kassenverwalterin Sabine Keuser, Zunftrat Anita Schumacher für ein Jahr, Birgit Brugger ebenfalls ein Jahr, Karin Müller zwei Jahre; Narrenrat-Vertreter: Valentin Zepf für zwei Jahre. Kassenprüfer Ingrid Zepf und Konrad Kupferschmid für ein Jahr.

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