Züchter kommen bis aus Italien und Kroatien

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Raffaela Straub führt Paddy vom Schloss Balgheim den Leistungsrichtern vor.
Raffaela Straub führt Paddy vom Schloss Balgheim den Leistungsrichtern vor. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Das Wetter ist bei Outdoor Veranstaltungen immer die einzige Unbekannte. Bei der Ortsgruppen-Zuchtschau der Schäferhunde beim Aldinger Verein für Schäferhunde ist der Auftakt am Vormittag verregnet gewesen und es sah aus, als ob sich der Zulauf durch Besucher in Grenzen halten würde. Das hat sich jedoch am Nachmittag geändert, als dann Sommer und Sonnenschein das Regengrau vertrieben haben.

Den Ausstellern und ihren Hunden war das Wetter allerdings, wie immer, einerlei. Sie zeigten sich von ihrer besten Seite, ganz zur Freude der Züchter, beziehungsweise der Besitzer oder der Halter.

So verhielt es sich zum Beispiel auch bei „Paddy vom Schloss Balgheim“, einem einjährigen Rüden, der in der Junghundeklasse vorgestellt wurde. Der Knall aus der Schreckschusspistole ließ den Junghund völlig unbeeindruckt. An der Leine vorgeführt von Raffaela Straub trabte Paddy, wie der Hund mit dem Langstockhaar genannt wird, durch den Ring. Züchter und Eigentümer Erwin Winze versteckte sich ausserhalb und zog durch Geräusche die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich.

Kompetenter Kenner spricht das Urteil

Mit dem erfahrenen Leistungsrichter Christian Lang sprach ein kompetenter Kenner der Rasse die Urteile. Zu Paddy vom Schloss Balgheim sagte er unter anderem „das ist ein ausdrucksvoller Hund mit guten Winkeln und einem dynamisch kraftvollen Gangwerk“. „Sehr gut“ lautete demzufolge die Bewertung.

Bei der Zuchtschau der Schäferhunde ist es üblich, dass ein Mensch den Hund vorführt, während ein anderer außerhalb des Ringes die Aufmerksamkeit des Tieres weckt. So ist die Ausstellung bei dieser Rasse eine sehr lebendige Angelegenheit.

Hunde zeigen sich von der besten Seite

In der Junghundeklasse der Hündinnen wurden drei weibliche Junghunde gezeigt. Also liefen, riefen, pfiffen oder klapperten drei Menschen am Rande des Vorführringes. Die so suchend umherblickenden Hunde zeigen sich in ihrer ganzen Pracht, was in dieser Klasse das Ergebnis „sehr gut“, für jede Hündin nach sich zog. „Gut proportioniert“, „schön pigmentiert“, „gute Winkel“, „schöne Gänge“, so lauteten die Attribute, die Christian Lang den Schäferhunden mitgab.

Für die Aldinger Ortsgruppe der Schäferhundvereine war die Zuchtschau die erste seit dem Tode ihres Vereinskameraden Jürgen Teuber. Der hatte die jährlich stattfindenden Schauen in den vergangenen knapp zehn Jahren immer organisiert.

Raffaela Straub, die als Züchterin mit den Abläufen bei einer Ausstellung vertraut ist, arbeitete sich in die Aufgabe der Organisation einer Ausstellung ein und erwies sich als kompetente Nachfolgerin Jürgen Teubers. Mit Markus Irion wurde sie von einem Vereinskameraden unterstützt.

Durch Publikationen in der einschlägigen Fachpresse wurden Züchter aus Italien und Kroatien auf die Zuchtschau aufmerksam und reisten eigens an. Die Ausstellung war für Gabriele Feldmann aus Winterthur ein Schulungstag. Als Leistungsrichter-Anwärterin schaute sie Christian Lang über die Schulter. Der nutzte mit seiner zweieinhalbjährigen Hündin eine Pause, sie vorführen zu lassen, um sie so mit der Atmosphäre einer Zuchtschau vertraut zu machen.

Die Gelegenheit nutzte auch Züchterin Corinna Jäckle. Ihr Sohn Mario durfte mit „Rubina von Amasis“ erste Gehversuche im Vorführring machen. Nach dem reibungslosen Ablauf der Zuchtschau der Aldinger SV-Ortsgruppe bedankte sich Erwin Winze, der Vorsitzende des Vereins, bei allen Helfern für ihr Engagement.

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