„Vom Denken zum Tun kommen“

Lesedauer: 6 Min
 Lebensmittelverschwendung ist ein Thema, mit dem jeder zu tun hat, und wo man mehr für nachhaltiges Wirtschaften tun kann, wie
Lebensmittelverschwendung ist ein Thema, mit dem jeder zu tun hat, und wo man mehr für nachhaltiges Wirtschaften tun kann, wie eine Veranstaltung am Montag, 21. Oktober, im Frittlingen zeigen soll. (Foto: Symbol: dpa)
Schwäbische Zeitung

Das Jugendsprecher-Team Frittlingen lädt gemeinsam mit der Jugendreferentin Annalena Spiertz auf Montag, 21. Oktober, um 19 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus (Schulstraße 2) in Frittlingen ein zu einem Impulsabend zum Thema „Nachhaltiges und bewusstes Verbrauchen von Lebensmitteln“. Unser Redaktionsmitglied Frank Czilwa hat mit Annalena Spiertz über die Hintergründe der Veranstaltung und die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für Jugendliche gesprochen.

Frau Spiertz, ist die Initiative zu der Veranstaltung aus den Reihen der Jugendlichen heraus entstanden?

Nein, die Idee war eigentlich zunächst von unserem Bürgermeister Dominic Butz für ein Nachhaltigkeits-Kino in Frittlingen. Wir haben lange nach einem passenden Film gesucht und haben uns dann aber gedacht, dass es eigentlich schade ist, das Thema nur mit einem Film abzuhandeln. Ich habe mir dann zusammen mit den vier Frittlinger Jugendsprechern überlegt, welche Themen gerade wichtig sind, und wir sind dann auf das Thema Lebensmittel und nachhaltiger Verbrauch gekommen, das gerade alle interessiert. Das ist auch etwas, über das jeder ziemlich viel spricht.

Wir haben uns dann mit der Jugendinitiative „Wir ernten, was wir säen“ in Verbindung gesetzt. Das ist eine Untergruppe der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg. Die sitzen in Stuttgart und wir hatten ganz inspirierende Gespräche und uns gemeinsam für eine Richtung für unsere Veranstaltung entschieden.

Und welche Richtung ist das?

Wir wollten von einem relativ kleinen Bereich, dem Thema Lebensmittel und Lebensmittelverschwendung, zu dem großen Ganzen kommen, dem Thema Nachhaltigkeit und den „Sustainable Development Goals“ [Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, die Red.] der Vereinten Nationen. Das sind politische Ziele, die wir auf regionaler Ebene, aber auch auf ganz individueller Ebene umsetzen wollen. Wir wollen sehen, wie wir auf regionaler Ebene diesen Zielen einen Schritt näher kommen können.

Es geht also zunächst darum, zu informieren und Bewusstsein zu schaffen?

Genau – und vor allem darum, zu motivieren und vom Denken zum Tun zu kommen.

Impuls heißt ja „Anstoß“. Sollen aus diesem Impulsabend weitere Veranstaltungen oder Projekte zum Thema angestoßen werden?

Konkret ist noch nichts geplant. Aber im Anschluss an die Impulse haben wir noch eine Diskussionsrunde, und daraus könnten Projekte oder weitere Aktionen entstehen.

Ist denn das große globale Thema „Nachhaltigkeit“ auch bei den Jugendlichen im kleinen Frittlingen konkret angekommen?

Auf jeden Fall! Frittlingen als Gemeinde der N-Region lebt Nachhaltigkeit an jeder Ecke und in jedem Ort in der Gemeinde. Ich habe mit ein paar Kindern gesprochen und dabei festgestellt, dass in Frittlingen sogar die Kinder sich ganz bewusst sind, was sie für Nachhaltigkeit tun können.

Wie wird der Impulsabend am Montag konkret aussehen?

Es wird eine Begrüßung durch unseren Bürgermeister Butz sowie durch unsere aktuellen Jugendsprecher geben. Dann wird jemand vom Unverpackt-Laden in Zimmern da sein. Der ist relativ neu und wurde im Juli ins Leben gerufen, ist aber bei den Jugendlichen schon sehr präsent. Fast jeder hat da schon mal eingekauft. Dann wird die Food-Sharing-Initative aus Rottweil dabei sein und jemand aus dem Landratsamt wird über das Thema Lebensmittelverschwendung referieren. Sie wird zum einen Missstände aufzeigen und was schief geht, aber auch, was es für Möglichkeiten gibt und was der Einzelne gegen Lebensmittelverschwendung tun kann. Außerdem wird es regionale Produkte von einem ortsansässigen Bauern geben. Wir werden dabei unterstützt vom Verein Frida – das steht für: „Frittlingen denkt an alle“.

Die Veranstaltung richtet sich sicher nicht nur an die Jugendlichen aus Frittlingen, sondern aus der ganzen Region?

Aber sicher. Und es geht auch nicht nur um Jugendliche. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten aus der Region, auch Erwachsene. Aber wir hoffen natürlich, dass besonders viele Jugendliche kommen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen