Verein ist wichtiger als die virtuelle Welt

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In der voll besetzten Festhalle von Dürbheim hat am Donnerstagabend das fünfte Helferfest und der Ehrungsabend der Gemeinde Dürbheim stattgefunden. Hauptbestandteil des Abends sind die Ehrung Jugendlicher für ihre sportliche Verdienste und ein „Dankeschön“ für die unbezahlte und unentbehrliche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer gewesen.

„Die Gemeinde macht viel für die Kinder und Jugendlichen“, betonte Bürgermeister Andreas Häse in seiner Ansprache. Im Jahre 2020 will die Kommune 855 000 Euro für den Betrieb des Kindergartens und der Schule ausgeben. Hinzu kommen Ausgaben für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Turnhalle und des Jugendraumes in Höhe von 79 000 Euro.

Beim Besuch als Bürgermeister an Hauptversammlungen sehe er immer wieder, dass die Funktionäre es immer schwerer haben, Ämter neu zu besetzen. Dadurch werde die Last der Aufgaben auf weniger Schultern verteilt. Gleichzeitig sinke das Interesse der Jugendlichen, am Vereinsleben aktiv mitzumachen. Die Gefahr sei groß, dass die Kinder in virtuelle Welten abdriften. „Geliebte Hobbys - ob Sport, Musik oder Kultur - gelebt in der Gemeinschaft, sind besser als zu chatten und zu spielen“ sagte Bürgermeister Andreas Häse. Seiner Meinung nach seien 150 Facebook-Freunde oder 2 000 Follower bei Instagram nichts wert im Vergleich zu vier oder fünf Freunden.

Dass es in Dürbheim noch funktioniere, zeige der Abend. „Danke für ihre tolle Arbeit. Machen sie weiter so!“, sagte Häse. Dieser Dank gelte nicht nur den Vereinen, sondern auch den Helfern des Landmarkts. Bis Mai 2019 ging der Trend abwärts. Die Zahlen seien geradezu angsteinflößend gewesen. Doch die ehrenamtlichen Helfer haben es geschafft, den Markt weiterleben zu lassen. Dank gelte auch den Helfern der Flüchtlingsarbeit, den Pflegern von Grünanlagen, Bänken, Wanderwegen und der Seniorenbetreuung. Einen weiteren Dank sprach Bürgermeister Andreas Häse dem Gremium des Gemeinderates aus für den respektvollen und kooperativen Umgang an den Sitzungen.

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