Stiftung startet neues Beratungsangebot

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 Ralf Eberhard
Ralf Eberhard (Foto: Matthias King)
Schwäbische Zeitung

Mit einem Beratungsangebot zur letzten Lebensphase will die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn neue Wege beschreiten. Auf diese Weise sollen Bedürfnisse von Bewohnern von Altenheimen herausgefunden werden.

Gesunde Menschen können selbst entscheiden, wie sie medizinisch behandelt werden wollen, wer sie pflegen soll und welches seelsorgerische Angebot für sie sinnvoll ist. Bei Menschen, deren Lebenskräfte nachlassen, ist das oft nicht mehr möglich, Wünsche und Vorstellungen gehen verloren. Mit einem neuen Beratungsangebot will die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn diesen Menschen in der letzten Lebensphase helfen. Sie beschreite damit in den von ihr betriebenen Altenzentren im Landkreis Tuttlingen und in Rottweil neue Wege in der gesundheitlichen Versorgungsplanung, so eine Pressemitteilung.

Die Beratung für rund 400 Bewohner und deren Angehörige der Stiftungsaltenzentren St. Josef Spaichingen, Dr.-Karl-Hohner-Heim Trossingen, St. Ulrich Wehingen, Bürgerheim und St. Anna Tuttlingen und St. Antonius Mühlheim sowie St. Elisabeth in Rottweil biete die Möglichkeit, die Bedürfnisse der Bewohner herauszufinden, diese schriftlich festzuhalten oder den Angehörigen mitzuteilen. Ansprechpartner für die neue Beratungsform ist Ralf Eberhard, der als Sozialdienstleiter mehr als zehn Jahre Erfahrung in diesem Bereich gesammelt und sich zum Gesprächsbegleiter weitergebildet hat.

Das individuelle Beratungsangebot der Stiftungs-Altenzentren können Angehörige, Betreuer oder Bewohner laut Mitteilung einzeln oder gemeinsam wahrnehmen; die Kosten trägt die gesetzliche Krankenkasse. „Sinnvoll sind die Gespräche für Menschen, die das Bedürfnis haben, sich mit grundlegenden Themen in dieser Lebensphase auseinanderzusetzen und die im Voraus planen möchten, welche medizinisch-pflegerische, psychosoziale oder seelsorgerische Versorgung sie im Falle von schwerer Erkrankung oder während der Sterbephase erhalten möchten. Es kann gut tun, über Wünsche, Erwartungen und Ängste zu sprechen und die Ergebnisse gemeinsam niederzuschreiben“, umschreibt Eberhard die Zielrichtung der Gespräche. Für Ärzte und Pflegekräfte seien die Erklärungen zudem handlungsleitend, wenn die Willensbekundungen beispielsweise in Form einer Patientenverfügung erfolgen.

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