Schwäbische Zeitung

Zur klassischen Sonntagsführung am ersten Sonntag im Monat lädt die Kunststiftung Hohenkarpfen die Besucher am 4. Oktober um 17 Uhr und 17.45 Uhr ein, den Herbst im Lauf der Jahreszeiten in der Malerei des bedeutenden Impressionisten Christian Landenberger zu entdecken.

In der breit angelegten, monographischen Ausstellung auf dem Hohenkarpfen entfaltet sich das Werk Christian Landenbergers (Ebingen 1862 – 1927 Stuttgart) zwischen „Landschaftsimpressionen und Figurenkompositionen" – so der Titel der Ausstellung. Über fünfzig Gemälde Christian Landenbergers zeigen beispielhaft die Faszination des Impressionisten von Lichtreflexen und fein differenzierten Farbwerten. In Figurenkomposition wie Landschaftsimpression wird Landenbergers Malerei zu einem Ereignis auf der Leinwand.

Einige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg zeigt sich ein stilistischer Wandel bei Landenberger. In der Nachfolge Vincent van Goghs setzt sich in einer Reihe von Gemälden ein sehr dynamischer Pinselduktus mit kurzen, parallel nebeneinander gesetzten, kräftigen Pinselstrichen durch. Diese Pinselhandschrift entspricht mit ihrer starken Rhythmisierung den Motiven und betont den Charakter der rauhen, struppigen Landschaften. Mal sieht man die kargen und herben, braunvioletten Höhen der Schwäbischen Alb, mal die abgeernteten, kurzen Stoppelfelder am Ammersee bei herbstlichem Wind, der die Bäume zerzaust.

Christian Landenberger gehörte als Gründungsmitglied der 1892 gegründeten Münchner Secession zu den anerkannten Vertretern der neuen Freilichtmalerei in Deutschland. 1905 wurde er als Professor an die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart berufen und gilt als Begründer der schwäbischen Freilichtmalerei.

Weitere Sonntagsführungen folgen am 1. November. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an museum@kunststiftung-hohenkarpfen.de oder per Telefon 07424/ 4017. – Die Mittwochsführungen am 30. September entfallen.

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