Reise durch die Bibel hat begonnen

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Pfarrer Ulrich Dewitz freut sich über die vielen Teilnehmer bei der Expedition zum Ich. (Foto: Bianka Roith)
Schwäbische Zeitung
Bianka Roith

„Expedition zum Ich – in 40 Tagen durch die Bibel“ heißt es seit wenigen Tagen bei der evangelischen Kirchengemeinde in Aldingen. Zur Auftaktveranstaltung haben sich knapp 100 Menschen getroffen, um sich in Kleingruppen zusammenzufinden. Der Auftaktgottesdienst ist am Sonntag, 27. Januar, um 10 Uhr, in der Mauritiuskirche in Aldingen und um 11.15 Uhr in der Pfarrscheuer in Frittlingen.

„Ich war sehr positiv überrascht“, sagt Pfarrer Ulrich Dewitz und erzählt, dass sich am Morgen nach dem Auftakt noch ein Mann gemeldet habe, der mit einer Gruppe von sechs Leuten an der besonderen Expedition teilnehmen möchte. Das ist natürlich jederzeit noch möglich.

Insgesamt bildeten sich 27 Gesprächsgruppen mit 191 Teilnehmern. „Es gibt reine Frauen- und reine Männergruppen, sehr junge Leute und auch ältere“, erzählt der Pfarrer. Die exotischste Gruppe seien die Genießer, die sich regelmäßig bei einem guten Essen zusammensetzen möchten. Andere treffen sich in privaten Wohnzimmern, um über Gott, die Bibel und sich selbst zu sprechen.

Zum Auftaktgottesdienst wird zum ersten Mal aus dem Buch „Expedition zum Ich“ von Klaus Douglass und Fabian Vogt gelesen. Es soll der Reiseführer sein durch die Bibel und die eigene Seele.

Immer einmal pro Woche werden sich die Gesprächsgruppen mit einem zuvor ausgesuchten Moderator treffen, der das Gespräch leiten soll. Es beginnt mit einer kleineren Aktion, bei der sich die Teilnehmer besser kennenlernen sollen. Zum Beispiel beantwortet jeder einen Fragebogen und die anderen Teilnehmer raten, wer diese Antworten gegeben hat. An jedem Abend wird ein Gedicht vorgelesen, dann werden in der Gesprächsrunde Fragen besprochen, die jeder beantworten kann.

König oder Knecht?

Pfarrer Ulrich Dewitz könnte sich vorstellen, zum Beispiel die Frage zu stellen, ob man sich in der Welt eher als König oder als Knecht sehe, denn in der Bibel werde ja beides beschrieben. Der Pfarrer ist überzeugt, dass sich dann im Laufe der Zeit in der Gruppe eine gewisse Ehrlichkeit durchsetze.

Die große Resonanz zeigt ihm, dass die Menschen Interesse daran haben, über sich und über Gott nachzudenken. „Sie möchten sich vielleicht klar darüber werden: Wer bin ich eigentlich jetzt gerade?“ Darüber denke man selten nach.

Auch Pfarrer Dewitz ist klar, dass sich in 40 Tagen keine Bibel komplett lesen und besprechen lässt. „Wir sind nach 40 Tagen nicht fertig“, sagt er. „Doch vielleicht haben die Gruppen dann Lust, noch weiter zu machen.“

Die „ Expedition zum Ich “ am Sonntag, 17. März, mit einer Abschlussaktion.

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