Projektorchester begeistert Zuhörer

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Kam toll bei den Zuhörern an: das Projektorchester.
Kam toll bei den Zuhörern an: das Projektorchester. (Foto: Herlinde groß)
Herlinde Groß

Der Musikverein Aldingen hat sein Jahreskonzert unter dem Motto „Galaabend der Blasmusik“ gestellt, was vortrefflich gelang. Drei Generationen Musikerinnen und Musiker haben dem erwartungsvollen Publikum gezeigt, was intensive Proben in den letzten Monaten und Wochen alles auf die Beine gestellt haben.

Hauptakteur des Abends war das Projektorchester Aldingen-Gunningen. Die beiden Dirigenten Karl Jung und Martin Gföller hatten ein abwechslungsreiches Programm, in dem hochkarätige Ehrungen eingebettet wurden, zusammengestellt.

Mit der „Eurovision Hymn“ gelang der Nachwuchsgruppe und Jugendkapelle unter der Leitung von Annika Linz gleich der richtige Einstieg. In den folgenden irischen Melodien „Londonderry Air“ waren besonders die Querflöten gefordert. Zum Glanzvortrag des Musikernachwuchses wurde die heimliche Hymne von England „Land of Hope and Glory“.

Zum Eintauchen in eine herrliche Klangwelt mit vielen Tönen hatte sich anschließend die Jugendkapelle mit Verstärkung von Aktiven unter der Leitung von Karl Jung als Beginn den Rock-Klassiker „Final Countdown“ ausgesucht. Das schöne rhythmische Arrangement für Jugendblasorchester von John Berry kam sehr gut an. In sehr feinem Spiel ging es mit der Musik „Let it Go“ aus dem Film Eiskönigin weiter. In ganz großer Schale präsentierten sich die jugendlichen Querflötistinnen Anne-Lena Dangel, Marissa Jungk, Denise Pudwill und Laura Kochems als Solistinnen in der fröhlichen Komposition “Ladybirds“ von Kees Vlak.

Mit dem Abzeichen „Junior Bläserjugend“ von Baden-Württemberg wurden die Jugendlichen Denise Pudwill, Amelie Dangel, Lena Katzer, Elisa Augstein und Felix Kopp vom Vorsitzenden Karl Jung ausgezeichnet.

Der 17-jährige Aldinger Marwin Müller gab dann mit seinem Soloauftritt am Konzertflügel sein Konzertdebüt. Die drei Romanzen op. 28, 1-3 von Robert Schumann hatten es dem Preisträger von mehreren Wettbewerben besonders angetan. Mit Hingabe und unheimlich schneller Fingerfertigkeit spielte Müller die kraftvoll fließenden Triolen in der ersten Romanze in b-moll. Mit großem Applaus wurde das Klarvierkonzert von den Besuchern belohnt.

Fast wurde die Bühne nach der Pause für das Projektorchester zu klein. Mit dem trompetenlastigen Stück „Les Humphries in Concert“ präsentierte sich das Orchester unter der sicheren Stabführung von Karl Jung von seiner Schokoladenseite. In „Sound of Silence“ waren alle Register gefordert, während bei den fröhlichen Melodien in „Schöne Ferienzeit“ das Publikum mit Begeisterung mit klatschte. Dann waren wunderbare Melodien aus dem Musical Joseph und seine Brüder zu hören. Ein feiner Anfang mit Klarinetten und Flöten ging in einen gewaltigen Mittelteil über, worauf eine ruhige Passage mit bekannten Tönen folgte. Zehn Saxophonisten waren dominierend als Register-Solo zu hören. Der vielseitige Tempowechsel wurde in dem Stück großartig gespielt, so dass diese Aufführung zum Höhepunkt des Konzertes wurde.

Mit „One Moment in Time“ übernahm Martin Gföller den Dirigentenstab und Nachwuchsspieler Noah Keil gab ein wunderschönes Trompetensolo. Nach dem Liebeslied „Sweet Caroline“ von Neil Diamond glänzte Steffen Haller, Gunningen in einem super gespielten Trompetensolo in „My Way“. Und wenn der Dirigent aus Tirol kommt, darf natürlich die Hymne an Tirol „Dem Land Tirol die Treue“ mit Gesangseinlagen nicht fehlen.

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