Programm reicht vom Marsch bis zu Simon & Garfunkel

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 Der Musikverein Dürbheim (Foto) begeisterte die Zuhörer beim Doppelkonzert mit dem Musikverein Renquishausen in der Dürbheimer
Der Musikverein Dürbheim (Foto) begeisterte die Zuhörer beim Doppelkonzert mit dem Musikverein Renquishausen in der Dürbheimer Mehrzweckhalle. (Foto: Klaus Flad)
Klaus Flad

Fast bis zum letzten Platz besetzt gewesen ist die Dürbheimer Mehrzweckhalle beim Doppelkonzert des einheimischen Musikvereins und der Gastkapelle Renquishausen. Beim Betreten der Halle wurde schnell klar, dass die Dürbheimer Wert auf Konzert-Atmosphäre legen: Anders als bei ähnlichen Veranstaltungen in anderen Gemeinden waren für die Gäste keine Tische aufgebaut, sondern Stuhlreihen.

Auf der hohen und abgestuften Bühne waren auch die Schlagzeuger zu sehen. So standen nicht Bierkrüge und klappernde Teller im Mittelpunkt, sondern die Musik. Hungern musste niemand: In der Pause und nach dem Konzert bot die Wallenburger Zunft belegte Brote und Getränke an.

Als einen „motivierten Haufen junger Menschen, die auch heute wieder durch mehrere junggebliebene Aktive unterstützt“ werden, bezeichnete Dürbheims Vorsitzender Markus Mattes die Jugendkapelle, die unter Leitung von Heiner Wild zwei anspruchsvolle Stücke vortrug. In dem „You Never Walk Alone“ und in „Fiorellina“ konnten sich die Besucher überzeugen, dass sich die Probenarbeit Heiner Wilds mit dem Nachwuchs gelohnt hatte. So durfte die Jugendkapelle nicht ohne Zugabe von der Bühne. Viel Applaus bekam Elena-Marie Brugger für ihr Flötensolo in Fiorellina. Die Stücke der Jugendkapelle wurden angesagt von Jonas Wernz und Leon Mattes.

Im Anschluss brachte die Gastkapelle aus Renquishausen unter Leitung von Achim Großmann mit der Fanfare „The Benefaction From Sky And Mother Earth“ getreu dem Titel „Die Wohltat des Himmels und der Mutter Erde“ in die Halle. Das Versprechen der Renquishausener Ansagerin Lea Hafen, die Gäste in „Red Rock Mountain“ zu einer atemberaubenden Reise mitzunehmen, hielt die Kapelle ein und meisterte auch ruhige Liedstellen bravourös.

Nachdem die Gastkapelle musikalisch die Auferstehung des „Man In The Ice“ (auch Ötzi genannt) vor Augen führte, gab es viel Beifall für die anspruchsvollen Trompetensoli von Elias Stehle und Paul Mattes im Stück „Der alte Dessauer“. Im Medley „Simon & Garfunkel“ von Kurt Gäbe erklangen Songperlen wie „Bridge Over Troubled Water“ „Mrs. Robinson“, „Sound Of Silence“ und „The Boxer“. Zum Abschied spielten die Renquishausener den „47er Regimentsmarsch“ – und der Forderung nach einer Zugabe wurden sie mit den Hits aus den 80-er Jahren in „80-er Kult“ gerecht.

Der nächste Part lag in den Händen des Dürbheimer Dirigenten Leo Mattes und seiner Musikanten, die zum ersten Mal Unterstützung erfuhren von den Nachwuchsmusikern Elena-Marie Brugger, Nadine Flaig, Elias Messmer und Leon Mattes. Mit „Olimpica“ und mit „Cassiopeia“ begann die musikalische Reise, die Ansagerin Jessica Winker versprach, in Italien und in der griechischen Mythologie, ehe die Besucher bei „Cordilleras de los Andes“ in die südamerikanischen Anden entführt wurden. Orientalisch ging es weiter mit „Aladdin“. Einen gelungenen Abschluss fand das Konzert mit dem mexikanischen Marsch „Zacatecas“. Ohne zwei Zugaben durften auch die Dürbheimer nicht von der Bühne.

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