Oberndorfer Bahnhof ist jetzt barrierefrei

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Freude herrschte über die Modernisierung des Bahnhofs in Oberndorf.
Freude herrschte über die Modernisierung des Bahnhofs in Oberndorf. (Foto: Deutsche Bahn AG)
Schwäbische Zeitung

Oberndorf hatte unter der geforderten Zahl von 1000 Reisenden gelegen, weshalb sich die Stadt Obrndorf daran beteiligt hat, den Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Am Dienstag wurde das Projekt gefeiert.

Wegleitsystem für Sehbinderte

Mitgefeiert wurde auch die Modernisierung von 2015. Damals wurde der Mittelbahnsteig neu gebaut, ein taktiles Wegeleitsystem für Sehbehinderte installiert und die Personenunterführung zum östlichen Teil der Unterstadt verlängert.

Arbieten begannen im Sommer 2018

In einem weiteren Schritt wurden nun zwei Aufzüge für die Station errichtet, um den Bahnhof barrierefrei zu erschließen. Ein Aufzug verbindet den Bahnhofsvorplatz mit der Personenunterführung, der andere führt von dort auf den Mittelbahnsteig. Die Arbeiten hierfür begannen im Sommer 2018.

Am Dienstag eröffneten nun Bürgermeister Hermann Acker, Clemens Fischer, Regierungsdirektor im Landes-Verkehrsministerium sowie Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest, „DB Station&Service AG“, den barrierefreien Bahnhof an der Gäubahn. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bahn hervor.

900 Reisende pro Tag

2015 waren 2,9 Millionen Euro in die Bahnhofsmodernisierung investiert worden, 2,6 Millionen Euro kostete die Barrierefreiheit. „Der Bahnhof mit seinen 900 Reisenden pro Tag wird damit gerade für mobilitätseingeschränkte Kunden, Fahrgäste mit Kinderwägen oder Fahrrädern sowie Reisende mit Gepäck deutlich komfortabler“, so Groh.

Bürgermeister Hermann Acker: „Wir hoffen, dass unser Bahnhof nun gut angenommen wird und die Attraktivität des Zugverkehrs gesteigert werden kann. Zusammen mit den kurzen Wegen zum ÖPNV am Bahnhofsvorplatz bietet sich für Reisende ein großes Spektrum an Mobilität, die letztendlich ein wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt bedeutet.“

Gesamtkosten bei 2,6 Millionen Euro

„Attraktive Bahnreisen beginnen und enden auf barrierefreien und komfortabel ausgestatteten Bahnhöfen.“, so Regierungsdirektor Clemens Fischer.

Finanziert wird die Maßnahme im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms „Herstellung der Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen“. Die Gesamtkosten des Ausbaus belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro, die zur Hälfte durch den Bund und zur anderen Hälfte durch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Oberndorf am Neckar getragen werden.

Bundesweit 130 Stationen angepasst

Bundesweit werden rund 130 Stationen angepasst, in Baden-Württemberg profitieren neben Oberndorf (Neckar) auch Sulz (Neckar), Ergenzingen, Igersheim, Niklashausen und Reicholzheim vom Finanzierungsprogramm für Verkehrsstationen im ländlichen Raum mit weniger als 1000 Reisenden pro Tag.

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