Musik erzeugt Sicherheit und Geborgenheit

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Lothar Dittes

„Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen“. Dieser Spruch aus der Bibel (Offenbarung 8 Vers 2) hat stellvertretend für den 59. Bezirksposaunentag am Samstag und Sonntag gestanden, der in der evangelischen Mauritiuskirche in Aldingen stattfand.

Über 60 Bläser spielten zum Lobe Gottes. Alle kommen aus dem gesamten Kirchenbezirk Tuttlingen, welcher die Kirchengemeinden Villingen-Schwenningen, Rottweil, Heuberg/Wehingen, Neuhausen ob Eck, Mühlheim, Spaichingen, Schura, Trossingen und Aldingen mit einschließt.

Eröffnet wurde der Bezirksposaunentag am Samstagabend mit einem festlichen Konzert der Bläserkantorei unter der Leitung des Dirigenten Ilja von Grüningen.

Feierlich wurde dann der Festgottesdienst am Sonntagmorgen mit dem Stück „Intrada“ von Georg Philipp Telemann unter der musikalischen Leitung von Hermann Maier aus Trossingen begangen.

Der Aldinger Pfarrer Ulrich Dewitz freute sich, dass nicht nur Aldinger Christen sondern auch viele auswärtige Gläubige in die Kirche zu dem Festtag kamen. In seiner Festpredigt sprach Dekan Sebastian Berghaus aus Tuttlingen an, dass es die Hauptsache der Kirche sei, diese zu erhalten. Es werde aber auch viele Veränderungen anstehen.

In der evangelischen Kirche gäbe es sehr viele Einrichtungen. Darunter sind die Posaunenchöre. „Sie sind die Pioniere und gehen allen voran“, meinte Dekan Berghaus. Die Musik bewegt nicht nur Klänge, sondern sie erzeuge auch Wärme, und die Sinne werden angeregt. Dies gebe ein Gefühl des Wohlbefindens in der Kirche. Heimatgefühle werden so gestärkt und eine Art von Sicherheit und Geborgenheit.

Er wünsche sich eine Kirche nicht aus dicken und hohen Mauern sondern in der Art eines Zeltes. „Denn alles, was wir schaffen, ist nur vorläufig und nicht ewig. Christen sind dem Menschsein ausgeliefert. Es wird unglaubwürdig, wenn wir nur an uns selbst denken. Solidarität und Brüderlichkeit sind die Stärken“, sagte Dekan Berghaus. Hohe Räume geben keine Sicherheit. Die Kirchen seien da, um Kraft zu geben. Gottes Segen suche Weite, und er gebe Geborgenheit und Sicherheit.

Darauf passte das Stück „Lobt ihn mit Herz und Munde“ von Johann Sebastian Bach.

Auch ein Stück der Neuzeit erklang in vollen Tönen. „One moment in time“ von Albert Hammond.

Gemeinsam mit den Kirchenbesuchern wurde zum Schluss des Festgottesdiensts das Kirchenlied „Nun danket alle Gott“ gesungen und geblasen.

Im Anschluss fand ein „Platzblasen“ vor der Kirche statt. Dazu wurde guter Kaffee und Hefezopf gereicht, so dass es noch angeregte und gute Gespräche gab.

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