Mit dem Albverein die Denkinger Grenze erkundet

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 Viele interessante Informationen erhielten die Teilnehmer an der Grenzwanderung des Albvereins Denkingen.
Viele interessante Informationen erhielten die Teilnehmer an der Grenzwanderung des Albvereins Denkingen. (Foto: Edwin Dreher)

Großes Interesse hat ein Angebot des Albvereins Denkingen erfahren. Der Vorsitzende der Ortsgruppe konnte 30 Teilnehmer aus Denkingen, darunter auch Bürgermeister Wuhrer, begrüßen, die sich interessierten, wie und wo die Grenze ihrer Heimatgemeinde verläuft.

In zwei Etappen wurde die Grenze erkundet. Die Denkinger Gemarkungsfläche hat einen Umfang von knapp 19 Kilometern. Die längste Grenzlinie mit fünf Kilometern teilt Denkingen mit Spaichingen, die kürzeste mit 0,7 Kilometer mit Aixheim. Weiter verlaufen Gemarkungsgrenzen zu Frittlingen (4,6 Kilometer), Gosheim (4,2 Kilometer), Aldingen (3,4 Kilometer) und Böttingen (ein Kilometer).

Mit vielen „Aufs“ und „Abs“ liegt der tiefste Punkt des Grenzverlaufs und gleichzeitig der Markungsfläche mit 612 Metern über Normalnull beim Michelhölzle an der Grenze zu Aixheim und Frittlingen. Der höchste Grenzpunkt mit 990 Metern über Normalnull befindet sich beim Hüttenbühl auf dem Klippeneck, wobei der Hummelsberg mit 1002 Metern der höchste Punkt Denkingens ist.

Es überraschte die Mitwanderer immer wieder, wie sie die Grenzlinie an Bächen entlang, durch wildes Gestrüpp, Steilabfälle hinauf und hinunter, quer durch Wald und Flur, aber auch auf gemütliche Wege führte. Interessiert wurden die vielen aus alter Zeit stammenden markanten Grenzsteine bestaunt. Teils fielen diese in beachtlichen Größen ins Auge, teils mussten sie unscheinbar und versteckt erkundet werden. An bedeutenden Stellen bestanden die Marksteine aus unterschiedlichem Gestein, das im hiesigen Bereich nicht vorkommt.

Neben dem Rucksackvesper mundeten die „Bierverkostung“ in der Schäferei Lohmüller wie auch die kostenlose Bewirtung durch den Albverein bei der Rast an der Kreuzsteighütte.

Aufmerksam nahmen die Mitwanderer die Ausführungen von Peter Streicher zu den Spuren der frühzeitlichen Besiedlung auf der Gemarkung auf, die über das Hochmittelalter, die Alemannen bis zu den Kelten zurückreichen.

Ein besonderes Lob zollten die Teilnehmer dem Organisator Edwin Dreher für seine akribische und zeitaufwändige Vorbereitung mit fachkundiger Führung der beiden Etappen.

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