Ein Millionenschaden entstand in Sulgen, wo ein Autokran auf ein Firmendach krachte.
Ein Millionenschaden entstand in Sulgen, wo ein Autokran auf ein Firmendach krachte. (Foto: Marcus Fahrer)
Schwäbische Zeitung

Beim Heben eines schweren Stahlträgers auf ein Firmendach ist am Freitagmorgen in der Sulgen ein Autokran umgekippt und auf dem Dach einer Firma aufgeschlagen. Der Kranführer und ein Mitarbeiter hatten großes Glück - sie blieben unverletzt. Laut Polizei entstand ein Millionenschaden.

Gegen 10.20 Uhr hob der Kranführer mit seinem Autokran einen schweren Stahlträger von einem Lkw auf das Dach einer Firma in der Christoph-Schweizer-Straße. Die Last, die am 52 Meter langen Auslagearm des Autokrans hing, hatte er über dem Dach bereits so weit abgesenkt, dass ein dort stehender Mitarbeiter zugreifen konnte, um ein unkontrolliertes Schwenken des frei hängenden Trägers zu verhindern.

Stützen waren wohl nicht vollständig ausgefahren

Aus der Führerkabine, die mehrere Meter über das Gebäudedach hinausragte, steuerte der Kranführer den Stahlträger in Richtung Zielort. Als die Last sich etwa in der Mitte des Auslegers befand, kippte der Kran plötzlich nach vorne. Der Hauptturm krachte gegen die Dachkante und knickte ab. Der Turm schlug auf dem Gebäudedach auf, das an der Stelle durchschlagen wurde, Dachteile stürzten in die Produktionshalle.

Die massive Ausführung der Krankabine schützte den Kranführer und verhinderte, dass er verletzt wurde. Auch der Mitarbeiter am Stahlträger hatte Glück: er wurde weder vom stürzenden Kran noch vom Träger getroffen. Grund für das „Übergewicht“ des Autokrans waren, den Ermittlungen der Polizei zufolge, zwei gebäudeseitig nicht vollständig ausgefahrene Stützen.

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