Land ehrt drei Dürbheimer Bürger

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  Hohe Auszeichnungen vom Land für drei Dürbheimer Bürger. Unser Bild zeigt von links: Bürgermeister Andreas Häse, Toni Schöttle
Hohe Auszeichnungen vom Land für drei Dürbheimer Bürger. Unser Bild zeigt von links: Bürgermeister Andreas Häse, Toni Schöttle, Guido Schöttle, Veronika Mattes, Roland Mattes, Monika Keller und Anton Keller. (Foto: Bianka Roith)
Bianka Roith

Gleich drei Dürbheimer Bürgern hat Bürgermeister Andreas Häse die Landesehrennadel verliehen. Diese verdienten Bürger haben sich ehrenamtlich engagiert, um das Gemeinwesen mit Leben zu füllen und es „am Leben zu erhalten“. Deshalb war der Saal im Gemeindehaus St. Maria auch brechend voll.

„Diese Leistungen gehen leider nur zu leicht unter, werden als ,selbstverständlich’ hingenommen, obwohl sie es bei Leibe nicht sind“, so Bürgermeister Häse. Auch seitens des Landes wisse man um die Bedeutung des Ehrenames. Und um Personen, die praktisch alle Ehrungen seitens ihrer Vereine und Verbände bereits erfahren haben, nochmals heraus zu heben, könne die Landesehrennadel verliehen werden.

Drei Dürbheimer Bürgern hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Ehren-Nadel zuerkannt und die entsprechende Urkunde unterzeichnet. Umrahmt vom Musikverein unter Leitung von Markus Mattes schritt der Bürgermeister zur Ehrung.

Anton Keller wurde vom Sportverein Dürrheim vorgeschlagen. Doch er hat nicht „nur“ beim SVD seine Spuren hinterlassen, sondern er wurde 2004 auch in den Gemeinderat gewählt, dem er bis heute angehört. Außerdem war er vom Juni 2009 bis Juli 2014 Bürgermeister Stellvertreter.

1966 begann Anton Keller im Verein zu „kicken“ und zu „turnen“. Von 1974 bis 1988 spielte er aktiv in der Ersten Mannschaft, bis 1995 in der AH“.´ 1982 wurde er Abteilungsleiter Turnen. Ab 1984 war er für zwei Jahre Trainer der „A“-Jugend, anschließend für weitere zwei Jahre Trainer bei den „Aktiven“.

Ab 1993 startete er als Funktionär „voll durch“. Insgesamt 16 Jahre lang – bis 2008 – war er Vorsitzender des SVD. Außerdem war er von 1999 bis 2001 Trainer der „B“-Jugend und von 2009 bis Ende 2017 zweiter Vorsitzender.

Der Verein habe Anton Keller sehr viel zu verdanken. Er habe sich auch beim Bau des Sporthauses engagiert und macht sich jetzt für den Landmarkt stark, um die Einkaufsmöglichkeit im Ort zu erhalten.

Zweiter zu Ehrenden ist Roland Mattes. „Wenn in Dürbheim ein Notfall eintreten sollte, dann wird nicht unter DRK, sondern gleich unter Roland Mattes nachgeschaut.“ Mitglied ist er seit Dezember 1969, als die DRK-Ortsgruppe gegründet wurde. Am 2. Februar 1970 verpflichtete er sich für zehn Jahre, aus denen zwischenzeitlich mehr als 48 wurden. Von 1969 bis 1992 absolvierte er sämtliche Ausbildungen, die zur Ausübung der diversen Funktionen notwendig sind.

Damit war er aktives Mitglied vom ersten Tag an (2.Dezember 1969), Gruppenleiter vom 1.Dezember 1972 bis 24. April 1990. Bis April 1996 war er Stellvertreter, seit mehr als 22 Jahren dann wieder Gruppenleiter. Und bereits seit 1978 ist er auch stellvertretender Bereitschaftsführer.

26 Jahre im Rettungsdienst

Zudem war Roland Mattes 26 Jahre lang als „Ehrenamtlicher“ im aktiven Rettungsdienst tätig. Und er organisierte er den Umbau der ehemaligen Schwesternwohnung im Rathaus zu den jetzigen DRK-Räumen, war außerdem Bauleiter, als die DRK-Garage bei der Turnhalle errichtet wurde.

Als dritter Bürger wurde Guido Schöttle geehrt. Er ist Gründungsmitglied des Schützenvereins und daher seit 60 Jahren, seit 1958 Mitglied. Bereits sechs Jahre später übernahm er das Amt des Geschäftsführers (von 1964 bis 1968). Von 1967 bis 1987 (20 Jahre) war er „Schießleiter“, von 1987 bis 1999 Beisitzer im Ausschuss. Guido Schöttle ist seit 1999 Erster Schützenmeister und damit stellvertretender Vorsitzender.

Unmittelbar nach der Vereinsgründung wurde mit dem Bau des Schützen-Hauses begonnen. „Einen Abschluss wird´s wohl niemals geben“, verglich der Bürgermeister diese Bau augenzwinkernd mit dem Kölner Dom. Zuletzt wurde 2017 die Planung für die elektronische Zieleinrichtung an der 50 Meter-Bahn abgeschlossen. Guido Schöttle sei „der leise Denker im Hintergrund“, der an Verbesserungsmöglichkeiten tüftelt, der die Planung vorantreibt und sich um die Finanzierung kümmert.“ Er sei sich aber auch nie zu schade, bei der praktischen Umsetzung selbst mit Hand anzulegen. „Und wenn tatsächlich mal nicht gebaut, saniert oder geplant wird,

Er ist seit 54 Jahren aktiver Schütze, war viele Jahre Mannschaftsführer bei den Kleinkaliber- und Luftgewehr-Mannschaften und ist heute noch immer bei den Senioren in der Luftgewehr Freundschaftsrunde

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