Kindern lernen Neues über Rottweiler Stadtgeschichte

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 Die Kinder machen an einem Brunnen im Lorenzerort Pause.
Die Kinder machen an einem Brunnen im Lorenzerort Pause. (Foto: Cäcilia Fiedler)
Cäcilia Fiedler

Eine Stadtführung für Kinder in Rottweil hat der Geschichts- und Heimatverein im Rahmen des Kinderferienprogramms angeboten. Ulrich Fiedler und Thomas Mauch begleiteten die Kinder mit dem Bus nach Rottweil, wo Cornelia Votteler die kleine und äußerst interessierte Schar am Grafenbrunnen bei der Hochbrücke erwartete.

Da hier gleich gegenüber das ehemalige Stadthaus des Klosters Rottenmünster steht und Frittlingen 400 Jahre lang zu diesem Kloster gehörte, versuchte Votteler einen Bezug zu Frittlingen herzustellen. Als die Stadtführerin merkte, dass die Kinder über keine geschichtlichen Vorkenntnisse verfügen, erklärte sie im Dialog mit ihnen die Rottweiler Stadtgeschichte altersgerecht. Dabei konnten die Kindern lernen, dass die Hochbrücke, die Stadtmauer und der Hochturm zum Schutz der Einwohner dienten.

In der Badgasse im Johannserort sollten die Kinder sich vorstellen, wie es hier vor 200 Jahren aussah, als die Bewohner noch Kühe und Schweine im Haus hielten und Misthäufen die Straßen säumten.

Hier erklärte Cornelia Vottler auch, wie wichtig der Brunnen für die damalige Bevölkerung war und erklärte die Aufgaben des Brunnenmeisters, der für deren Sauberkeit verantwortlich war.

Im Konviktshof zeigte die Stadtführerin den Kindern mithilfe von Karten und Ausschnitten aus der Rottweiler Pürschgerichtskarte die Geschichte der Stadt und das Leben dort in früheren Zeiten. Hier lernten die Kinder auch die frühere Bedeutung des Spitals kennen.

Im Lorenzerort schauten die Kinder die eng zusammengebauten und schmalen, aber tiefe Stadthäuser an.

Den Bockshof und die Lorenzkapelle lernten sie als ehemaligen Friedhof mit dazugehöriger Kapelle kennen und im Dominikanermuseum bestaunten sie den Stadtgründer Vespasian und das Orpheusmosaik. Schließlich bekamen sie durch das Deckengemälde in der Predigerkirche einen Eindruck von der Belagerung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg durch die Franzosen.

Die Zeit bis zur Rückfahrt mit dem Bus überbrückten alle mit einem leckeren Eis und Spielen im Konviktshof. Die Kinder kehrten begeistert und mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause zurück.

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