Künstlerin will „Ruhe und Zufriedenheit“ vermitteln

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 Die Künstlerin Uta Albeck (von rechts) gibt Brigitte Wagner und Galeristin Heide Streitberger Informationen über ihre liebsten
Die Künstlerin Uta Albeck (von rechts) gibt Brigitte Wagner und Galeristin Heide Streitberger Informationen über ihre liebsten Arbeiten. (Foto: Herlinde Groß)
Herlinde Groß

Passend zum Frühling ist die Ausstellung der Künstlerin Uta Albeck in der „Alten Galerie“ zu einem richtigen „Farbenzauber“ geworden. Das sagte Galeristin Heidi Streitberger bei der Vernissage bei ihrer Begrüßung der vielen Besucher. Sie dankte der Künstlerin , dass sie kurzfristig für eine erkrankte andere Ausstellerin eingesprungen ist.

Es sei die Kraft der Formensprache, die Uta Albeck bei der Auswahl ihrer Arbeiten für die Ausstellung zeigte. „Zudem lassen die Arbeiten diesen Raum zu einer Wunderwelt der Farben und der Sinne werden, eine Geborgenheit und ein Miteinander mit den Gemälden ergreift und umarmt uns.“

Die Künstlerin kommt aus Tübingen und zeigt Bilder auf Papier in Aquarelltechnik wie auch auf Holz in Acrylfarbe. Die Bilder entstehen in einer speziellen, selbstentwickelten Nass-in-Nass-Technik mit sehr verdünnter Farbe. Viele Schichten verschiedener Farbtöne übereinander, jeweils sorgfältig überarbeitet, bewirken intensives Leuchten und Ausdrucksstärke. Die Bilder strömen durch ihre Flächigkeit aber auch eine gewisse Ruhe aus, gab Heidi Streitberger vor der Einführung durch Brigitte Wagner von der Galerie Fehlochhof einen kleinen Vorgeschmack.

„Es sind die Begegnungen, die unser Leben bereichern, nicht nur mit Menschen, nein, auch mit Kunstwerken, die uns vertraut werden und zum Gespräch mit ihnen auffordern. Aus der Kraft der Formensprache heraus werden dialogische Situationen geschaffen, die Spielräume in sich haben für Phantasie, Assoziationen und Deutungen“, stellte Brigitte Wagner an den Anfang ihrer Einführung. Detailliert und anschaulich zitierte sie Werdegang und Schaffensweise der Künstlerin. Nach ihrer Ausbildung und Mitarbeit in einem Stuttgarter Graphik-Atelier setzte zwar die Gründung einer Familie die Schwerpunkte, doch „Kraftquelle und Leidenschaft“ war immer künstlerische Arbeit und Gestalten. Sie fand ihren ureigenen Stil.

Form und Farbe, das sei Uta Albeck, zitierte Wagner. Es sind die Grundfarben der Malerpalette, die sich in der Form des Rechtecks entfalten dürfen oder können. Jede Farbe bekommt ihren Raum und kann sich in ihm ausleben. Das Rot zum Beispiel sei eine Farbe, „die sich nicht bändigen lassen möchte“. Die Künstlerin gibt ihr als „ Gesprächspartner“ das Schwarz, ein Halbrund als Senkrechte, fast mittig versehen mit kurzen schwarzen Stegen in der Waagerechten, ein gehauchter Schwarzschleier steigt vom Bildrand auf. Doch immer ist es das Rechteck, das mit seiner tiefen leuchtenden Farbe dem Betrachter die Stärke im Ausdruck vermittelt.

Uta Albeck arbeitet in Zyklen, zum Beispiel „Rotphase“, „Blauzeit“, „Grün- oder Gelbfolge“. Sie hat sich seit Jahren dieser leuchtenden Farbpalette verschrieben, denn Farbe ist für sie ein „unglaublich tiefes vielschichtiges Konzept“. Ausdrucksstark sind die in Acryl auf Holz gemalten Bilder. Gefragt nach ihren Botschaften der Bilder, sagt die Künstlerin: „Ich möchte Ruhe und Zufriedenheit vermitteln und therapeutisch umsetzen.“ Bei einem Rundgang ließen sich die Besucher auf die intensive Sprache und Aussage in den Farben von Uta Albeck ein. Viele suchten auch ein Gespräch mit ihr.

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