Imker hoffen auf Nachwuchs

Lesedauer: 5 Min
 Die Geehrten des Imkervereins Spaichingen-Heuberg (v.l.): Wilfried Hauser, Christoph Freudenberger, Paul Kuolt und Günther Webe
Die Geehrten des Imkervereins Spaichingen-Heuberg (v.l.): Wilfried Hauser, Christoph Freudenberger, Paul Kuolt und Günther Weber. (Foto: Alois Groß)
Alois Groß

Zur Jahreshauptversammlung und einem interessanten Vortrag haben sich die Imker des Bezirks Spaichingen-Heuberg im FSV-Sportheim am Dienstagabend in Denkingen getroffen. Bei dieser Versammlung konnte Vorsitzender Christoph Freudenberger hochkarätige Ehrungen aussprechen.

Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit und aktive Mitarbeit ehrte er Ludwig Schnee, krankheitsbedingt in Abwesenheit, mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbands Württembergischer Imker. Für 40 Jahre erhielten Günther Weber, Wilfried Hauser und Paul Kuolt die goldene Ehrennadel.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Vorsitzender Christoph Freudenberger kurz auf die Veranstaltungen und Stammtische ein, die alle gut besucht waren, mit der Ausnahme des Grillfests auf dem Klippeneck während der Fußballweltmeisterschaft. Auch der geplante Ausflug konnte mangels Interesse nicht durchgeführt werden. Grillfest und Ausflug werden auch in diesem Jahr wieder angeboten und der Vorsitzende hofft, dass beides jetzt ein größeres Interesse erhält.

Im vergangenen Jahr wurde ein Fortgeschrittenen-Lehrgang angeboten, um den Neuimkern aus dem Kurs von 2017 noch etwas mehr Sicherheit zu geben. Es fanden sechs praktische Termine im Laufe des Bienenjahres statt. Es wurde auch ein Sammelbrutableger gebildet, so dass jeder Teilnehmer einen Ableger mit nach Hause nehmen konnte.

Es gibt wieder Neuimkerkurse

Da es schon wieder einige Anfragen wegen eines Neuimkerkurses gab, wurde beschlossen, einen Schnupperkurs anzubieten. Die Teilnehmer sollen dabei mit den Bienen arbeiten, um zu sehen, ob es für sie das richtige Hobby ist. Bei der Auftaktveranstaltung am 19. Februar haben bereits 16 Personen teilgenommen. Im Laufe des Jahres sollen noch fünf bis sechs praktische Termine stattfinden.

Mit diesen Schulungen hofft der Verein auch neue und jüngere Mitglieder zu bekommen. Die 94 dem Verein angehörenden Mitglieder haben ein Durchschnittsalter von 62 Jahren und bewirtschaften 787 Bienenvölker.

Zu den monatlichen Stammtischen im Denkinger Sportheim wurden wieder verschiedene Referenten eingeladen. Für den 14. Mai hat der Vorsitzende die Naturschutzbeauftragte des Landkreises Tuttlingen, Heidi Matthes, eingeladen. Dabei geht es darum, Blühflächen für Insekten zu schaffen.

Christoph Freudenberger verwies noch auf die gemeinsamen Veranstaltungen mit den Vereinen Trossingen und Tuttlingen und auf das Jahresprogramm, wo alle Veranstaltungen aufgelistet sind.

Schriftführer Thomas Denz trug einen detaillierten Jahresbericht vor, und Kassierer Josef Ritter konnte von einem kleinen Überschuss in der Kasse berichten.

Bei den Wahlen gab es keine Veränderungen. Erster Vorsitzender Christoph Freudenberger, Kassierer Josef Ritter und die Beisitzer Alfred Gruler, Ludwig Schnee, Dieter Braun, Viktor Freund und Ludwig Stark wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Ausschuss gewählt wurde Annette King. Eine Wahlperiode beträgt vier Jahre.

„Wunderwelt der Wabe“

Nach einer kurzen Pause referierte Ottmar Frick aus Irndorf über die „Wunderwelt der Wabe“. Die Wabe habe eine mehrfache Funktion. Sie sei insbesondere Schutzraum für die Biene, aber auch ein Informationsspeicher, Nachwuchsbrutstätte und Speicherplatz für Honig und Pollen.

Frick ging auch auf die chemische Zusammensetzung vom Bienenwachs ein. Zum Schluss gab es noch eine rege Diskussion über die Reinheit vom Wachs. Frick appellierte an die Imker, nach Möglichkeit einen eigenen Wachskreislauf anzustreben, damit sei man auf der sicheren Seite.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen