Mit seinem Laufspiel blieb der TV Aixheim noch oft an der Deckung der HSG Fridingen/Mühlheim hängen.
Mit seinem Laufspiel blieb der TV Aixheim noch oft an der Deckung der HSG Fridingen/Mühlheim hängen. (Foto: Matthias Jansen)

Um einen Kommentar zum Spiel wäre Mike Novakovic am liebsten herumgekommen. Das 28:22 seiner HSG Fridingen/Mühlheim beim TV Aixheim schmeckte dem Ex-Profi überhaupt nicht. „So eine Gurkerei. Das war ekelhaft“, moserte Novakovic.

Seine Kritik richtete sich weniger gegen die Mannschaften, die sich noch in der Vorbereitung auf die neue Saison befinden und im Rahmen der Möglichkeiten alles gaben. Es waren vielmehr die Umstände des Spiels, die Novakovic bemängelte. „Es soll keine Ausrede sein. Aber als Ex-Profi weiß ich, wie schwer es ist, ohne Harz zu spielen. Die Jungs wachsen mittlerweile mit Harz auf“, meinte der HSG-Coach. Durch das Haftmittelverbot habe sich sein Team auf Grundlegendes besinnen müssen. „Das tötet alles, was die Leute sehen wollen. Die Zuschauer kommen doch, um zu sehen, wie Ediz (Parlak, Anm.d.Red.) den Ball mit 100 Stundenkilometern in den Winkel wirft. Und zwar fünfmal hintereinander“, meinte der HSG-Coach, der bis zum Saisonstart in der Württembergliga am Samstag (18 Uhr) bei der SG Schozach/Bottwartal noch einige Arbeit erwartet. „Uns fehlen zwei Wochen. Wir müssen jetzt mit dem Ball werfen, werfen, werfen.“

Auch Holger Hafner, neuer Trainer von Landesliga-Aufsteiger TV Aixheim, meinte, dass der Einsatz von Harz „das Spiel schneller und genauer“ machen würde. „Man hat ganz andere technische Möglichkeiten“, sagte der frühere Coach der TG Schwenningen. Aber Haftmittel wären in vielen Gemeinden nicht erlaubt. Zudem dürfte sich aus seiner Sicht die Diskussion bald nicht mehr stellen, erklärt er, da der Welthandball-Verband bereits an der Entwicklung eines harzfreien Balles arbeiten würde.

Ursache für die Niederlage gegen Fridingen/Mühlheim war das Harzverbot in Aldingens Halle aus Hafners Sicht nicht. Schließlich waren Würfe aus dem Rückraum beim TVA eine Seltenheit. „Das wird auch in der Saison so sein. Wir sind nicht die größte Mannschaft, werden viel über das Laufspiel versuchen“, sagte der TV-Trainer. Gegen die Donautal-HSG habe sein Team zu oft quer und zu selten in die Tiefe gespielt. Eine Erkenntnis, die Hafner nicht beunruhigte. „Für die Jungs ist das neu, was wir gespielt haben. Wir haben es Dienstag erstmals geübt.“ Bis zum Landesliga-Auftakt in zwei Wochen (Samstag, 15. September, 19.30 Uhr) gegen die SG Ober-/Unterhausen sollten seine Jungs aber „den Blick für den freien Mitspieler haben und wissen, wo sie kreuzen müssen.“

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