Helfer vor Ort stehen nun 24 Stunden an sieben Tagen der Woche bereit

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 Die Stellvertretende Kreisverbandsbereitschaftsleiterin Alexandra Bruchhäuser weihte im Namen des DRK-Kreisverbandes sechs Helf
Die Stellvertretende Kreisverbandsbereitschaftsleiterin Alexandra Bruchhäuser weihte im Namen des DRK-Kreisverbandes sechs Helfer vor Ort ein; die neuen HvO sund (von links): Philipp Dreikluft, Annika Haller, Theresia Rubbel, Alexandra Bruchhäuser Simone Schmid, Michael Runge, Ute Runge und Maximilian Kaiser. (Foto: Herlinde Groß)
Herlinde Groß

Für die DRK-Ortsgruppe Hausen ist das „Vatertagsfest“ am Donnerstag Christi Himmelfahrt zu einem Meilenstein in ihrer Vereinsgeschichte geworden: Die Stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Alexandra Bruchhäuser weihte im Namen des DRK-Kreisverbandes Tuttlingen eine neue Helfer-vor-Ort-Gruppe (HvO) ein, was mit einem Sektempfang mit den zahlreich erschienenen Besuchern gefeiert wurde. Die ausgebildeten HvO sind: Theresa Rubbel, Ute Runge, Annika Haller, Simone Schmid, Michael Runge, Phillip Dreikluft und Gruppenleiter Maximilian Kaiser.

Sobald jetzt ein Notruf von Hausen in der Leitstelle Tuttlingen eingeht, wird die HvO-Gruppe gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. Die Helferinnen und Helfer fahren zum Einsatzort und leisten Hilfe und unterstützen den eintreffenden Rettungsdienst. Um HvO zu werden, ist eine umfangreiche Ausbildung von Nöten. Viele Theoriestunden neben einem Praktikum im Rettungsdienst müssen absolviert werden. Nach diesem einmaligen Lernen müssen die Helfer sich jährlich weiterbilden, so Alexandra Bruchhäuser. Als Geschenk für die Gruppe habe sie einen AED (Automatischer Externer Defibrillator) im Gepäck.

Bereits im Vorfeld hat der Gruppenleiter Maximilian Kaiser in der Gemeinde seine Idee, eine solche Gruppe aufbauen zu wollen, vorgestellt und ist dabei auf offene Ohren gestoßen. Die Gemeinde hatte ihre Unterstützung zugesagt, und so konnten die notwendigen Rucksäcke frühzeitig beschafft werden, die jeder Helfer für den Einsatz benötigt.

„Diese Anschaffung hat zwar den Gemeinde-Haushalt mit 10 000 Euro belastet“, stellte Bürgermeister Jochen Arno fest, „doch dankt die Gemeinde auch der Ortsgruppe für ihren engagierten Einsatz und wir sind sehr stolz darauf, eine solch vorwärts schauende DRK-Gruppe im Ort zu haben, die 24 Stunden am Tag bereit ist, in den Einsatz zu gehen.“ Dennoch wünschte Arno der Gruppe wenige Einsätze.

Dank an Spender

Für die Ausstattung der HvO mit den Notfallrucksäcken bedankte sich Gruppenleiter Maximilian Kaiser bei allen Bürgerinnen und Bürgern in Hausen, die mit ihren Spenden das DRK unterstützen. Zudem galt sein Dank der Gemeinde, die den größten Teil der Ausstattung finanziert hat. Auch der Rotary-Club Hohenkarpfen habe die Gruppe unterstützt. Einen besonderen Dank erhielt der Kreisverband Tuttlingen für den AED (Wert zirka 3000 Euro).

Maximilian Kaiser gab einen detaillierten Rückblick von der Idee bis zum heutigen Tag und gab Aufschluss über die wochenlange Fachausbildung der Gruppe. Hierbei listete er einige Notfälle auf, mit denen die Helfer konfrontiert werden können.

Ehrenamtlich rücken die Helfer vor Ort 24 Stunden am Tag aus und dies an 365 Tagen im Jahr, bemerkte er. Hierfür haben sie alle Funkmeldeempfänger und können sofort zum Notfallpatienten ausrücken. Diesen Zeitraum könne die Ortsgruppe durch zwei ortsansässige Helfer leisten und durch zwei Schichtarbeiter, informierte Kaiser weiter. Neben dem Notfallrucksack führen die Helfer auch Sauerstoff mit.

Im Anschluss führten die neuen Helfer vor Ort eine Laien-Reanimation an einer Puppe durch, wobei auch der AED zum Einsatz kam.

Dann begann das zweite Vatertagsfest der DRK-Gruppe Hausen. Bei herrlichem Wetter bot der Weizenbierstand eine Abkühlung, wobei auch der Barbetrieb rasch in Beschlag genommen wurde. Am Nachmittag wartete ein reich bestücktes Kuchenbüffet auf die Abnehmer, während die Kinder in der Krankenwagen-Hüpfburg den Tag verbringen konnten. Maximilian Kaiser strahlte mit der Sonne um die Wette, als er über die große Menge Besucher schaute.

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