Gartenbauer bewältigen Mostschwemme

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 Die neuen Ehrenmitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (v.l.): Rainer Kilian, Vorsitzende Angelika Heinz und Willi Bronner.
Die neuen Ehrenmitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (v.l.): Rainer Kilian, Vorsitzende Angelika Heinz und Willi Bronner. (Foto: Herlinde Groß)
Schwäbische Zeitung

Die 36. Generalversammlung des Obst- und Gartenbauvereins hat gezeigt, dass er ein aktiver und wachsender Verein ist. 14 neue Mitglieder traten bei, sodass der Mitgliederstand auf 230 angewachsen ist, informierte Vorsitzende Angelika Heinz. Neben den Berichten gab es Ehrungen und auch Wahlen.

Hierbei konnte der zweite Vorsitzende Edwin Frech, Schriftführer Willi Klein, die Beisitzer Henrik Groß und Regina Ilg und die Kassenprüfer Heinrich Ritter und Marlene Schnee in ihren Ämtern bestätigt werden. Für den ausscheidenden Beisitzer Nils Wangerin wurde Martin Nebenführ gewählt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Karl Heinz Rehm, Rainer Kilian, Willi Bronner und Horst Schneider vom Kreisverband mit dem silbernen Apfelbäumchen geehrt. Vom Verein gab es eine Plakette.

Vorsitzende Angelika Heinz blickte auf ein arbeits- und erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Mit dem guten Frühjahr konnte sich das Obst prächtig entwickeln und die Ernte im Herbst war ungewöhnlich groß. Die Mostsaison startete bereits zwei Wochen früher als üblich. Über acht Wochen wurde an sieben Samstagen und fünf Donnerstagen von früh morgens bis spät abends gemostet. Zusätzlich wurde montags das Obst der Streuobstwiesen geerntet. Neuer Rekord: Es konnten insgesamt rund 27 800 Liter Saft gemostet werden. Hiervon waren es zirka 4350 Liter für den Vereinsverkauf und 23 540 Liter für 116 Kunden. Der Mostbetrieb wurde am 27. Oktober eingestellt. „Unsere Mannschaft hatte zu diesem Zeitpunkt schon so viel geleistet, dass weitere Arbeitsstunden für die tatkräftigen Helfer einfach nicht mehr zumutbar waren“, resümierte die Vorsitzende. In seinem umfangreichen Schriftführerbericht ergänzte Willi Klein diese Ausführungen.

Über 700 Besucher

Als besonderen Höhepunkt nannte er den „Tag der offenen Gartentür“ im Rahmen der 1200-Jahr-Feier. Nach dem chinesischen Sprichwort „Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem du einen Garten anlegst“ konnte man an diesem Sonntag erleben, wie viele Mitbürger mit dem Leben begonnen haben. Aus 58 Gemeinden kamen weit über 700 Besucher, wovon im Schnitt 280 Gäste in jedem der 13 Gärten waren. Der Schriftführer hat sich weiter zur Aufgabe gemacht die Vereinskommunikation mit frühzeitigen Informationsschreiben zu fördern.

Als Ziel für das kommende Vereinsjahr nannte Willi Klein drei Maßnahmen, um den Mitgliedern und Helfern die Arbeit am Mostbetrieb zu erleichtern: Es wird in Gerätschaften investiert, die die Arbeiten erleichtern. Der Betrieb wird neu umorganisiert und die Last auf mehrere Schultern verteilt. Gleichzeitig werden mehr Helfer eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt bildet dann die Pflege der Obstbäume.

Mit einem positiven Kassenbericht konnte Jochen Auer aufwarten.

Wenn es den OGV noch nicht gäbe, so Bürgermeister Rudolf Wuhrer, müsste man ihn nach dieser Obstschwemme im vergangenen Jahr direkt neu gründen, um alles vermarkten zu können. Wuhrer dankte auch im Namen der Gemeinde für das Engagement in der Öffentlichkeit.

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