Frittlingen bekommt schnelles Internet

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Am Montag fand der symbolische Spatenstich für den Ausbau des Glasfaserntzes in Frittlingen statt. Die Backbone-Leitung wird von
Am Montag fand der symbolische Spatenstich für den Ausbau des Glasfaserntzes in Frittlingen statt. Die Backbone-Leitung wird von Frittlingen Richtung Gosheim weitergeführt. (Foto: Cäcilia Fiedler)
Cäcilia Fiedler

In Frittlingen haben am Montag die Bauarbeiten für den Aufbau eines kommunalen Glasfasernetzes begonnen, zu dem die Breitbandinitiative Tuttlingen (BIT) die überörtliche Anbindung (Backbone) leistet. In einem ersten Bauabschnitt werden die Betriebe in den Gewerbegebieten „Wasserstalle“ und „Steinenfurt“ angeschlossen, danach soll der Rest der Gemeinde Zug um Zug versorgt werden.

Die Backbone-Leitung wird von Frittlingen Richtung Gosheim weitergeführt und schafft somit auch dort die Voraussetzung für die Verbesserung des Breitbandangebotes. Der Bau sollte schon viel früher starten, denn schon Raimund Bader bemühte sich in seiner Stellvertretungszeit um den Anschluss und einen Landeszuschuss.

Weil aber das Land zwischenzeitlich unerwartet die Zuschusshürde höher legte und das laufende und aufwändige Zuschussverfahren einzustampfen war, entschloss sich der Gemeinderat, ohne Zuschuss zu bauen und rund 600 000 Euro in die Hand zu nehmen, um zumindest den Gewerbebetrieben im Norden der Gemeinde den direkten Hausanschluss an ein Glasfasernetz zu ermöglichen. Die Gemeinde investiert damit in die Lücke, in die die privaten Kommunikationsanbieter aus Rentabilitätsgründen nicht investieren wollen und schafft damit eine nachhaltige Grundlage für eine schnelle und leistungsfähige Datenverbindung im Ort.

Voraussetzung dafür ist der Anschluss Frittlingens an eine überörtliche Glasfaserverbindung, die durch die BIT als Zusammenschluss aller Landkreisgemeinden zusammen mit dem Landkreis Tuttlingen über ein landkreisweites Backbonenetz bewerkstelligt wird. Die BIT investiert für die Anbindung Frittlingens und die Verbindung Frittlingen-Gosheim weitere 500 000 Euro.

Mit einem symbolischen Spatenstich feierten nun Bürgermeister Dominic Butz und der BIT-Geschäftsführer Frank Baur, assistiert von Dominic Hoffmann von der Firma Kabel- und Tiefbau, Ortsbaumeister Michael Braun und Bauhofleiter Arno Mauch den Baubeginn.

Die Bauarbeiten werden in dieser Woche in der Gewerbestraße in den Straßenrandbereichen erfolgen und sich ab voraussichtlich 27. Mai in die Daimlerstraße fortsetzen. Ab Mitte Juni soll dann die Jäuchstraße folgen, bevor die Backbone-Arbeiten und die Anschlüsse der Betriebe in der Wellendinger Straße angegangen werden.

Die bauleitende SBK Ingenieursgesellschaft rechnet mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten bis Ende September, die Glasfaser sollen parallel ab Ende Juli/ Anfang August in die verlegten Leerrohre eingeblasen werden.

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