In Schenkenzell schwillt der Pegel der Kinzig und ruft die Einsatzkräfte auf den Plan.
In Schenkenzell schwillt der Pegel der Kinzig und ruft die Einsatzkräfte auf den Plan. (Foto: Wegner/sbo)
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Länger anhaltende Regenfälle haben im Kreis Rottweil für über Ufer tretende Flüsse gesorgt. Manche Straße war nicht mehr passierbar. Zu größeren Schäden ist es nach bisherigem Stand nicht gekommen. Die Pegelstände waren wieder rückläufig.

Für die Feuerwehr in Schenkenzell war am Montag gegen 4 Uhr die Nacht zu Ende. Gegen 3.30 Uhr hatte der Kinzig-Pegel die zweijährige Hochwassermarke von 143 Zentimetern überschritten, mit steigender Tendenz. Da durch das Hochwasser vor allem die Gebäude in der Hansjakobstraße gefährdet waren, wurden auf dem Gelände der Firma Uhl Sandsäcke gefüllt und diese zum Schutz der Gebäude entlang der Kinzig gestapelt. Zudem wurden, so Kommandant Konrad Fischer, Einlaufschächte geöffnet und gesäubert.

In Schiltach zeigte sich auch bei diesem Hochwasser, dass die Erhöhungen der Kinzig-Mauern, vor allem aber auch die automatische Entwässerung des Gerberviertels mittels fest installierter Förderschnecke, Erfolg hatte – Zeiten, in denen dort mobil und mit viel Aufwand gepumpt werden musste, sind vorbei. Aus Sicherheitsgründen wurden weitere Dammbalken ins Gerberviertel und zur Stadtbrücke gebracht, der größte Teil der Sicherungen gegen das Hochwasser war schon, wie jedes Jahr, vor dem Winter angebracht worden.

Durch die starken Regenfälle wurde der Fischteichweg, die Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Fluorn und Winzeln im Bereich der Fischerhütte, komplett überschwemmt. Für die Autofahrer war hier Vorsicht geboten, da es Aquaplaning geben konnte.

In Sulz-Mühlheim rief eine Schlammlawine die Feuerwehr in den frühen Morgenstunden des Montags auf den Plan. Durch die starken Niederschläge kam es zu einer Überschwemmung. Einige Einläufe wurden verstopft. Der Schlamm blieb auf 150 Metern liegen. Die Einsatzkräfte wurden durch die Ortssirene alarmiert.

Voller Steine war auch die Kreisstraße Richtung Sulz-Holzhausen. Währenddessen bildete sich am Kreisverkehr beim interkommunalen Gewerbegebiet InPark 81 am Montagvormittag eine Art „Stausee“. Die Rohre konnten die Wassermassen nicht aufnehmen. Die Eschach in Flözlingen trat auch über die Ufer, verblieb aber im vorgesehenen Schwemmgebiet. Arg viel mehr Regen hätte aber auch nicht mehr fallen dürfen.

Das Resümee von Polizei und Feuerwehr fällt zufrieden aus. Größere Einsatze habe es nicht gegeben. Vor allem in der Nacht zum Montag gegen 4 Uhr waren Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schiltach und Schenkenzell gefordert, um vorbeugenden Hochwasserschutz zu leisten.

Ein Keller in Schiltach, so berichtet der Sprecher der Feuerwehr im Kreis, Sven Haberer, sei voll gelaufen.

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