Firmengruppe erweitert Standort Balgheim

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 So soll der geplante Neubau in Balgheim aussehen.
So soll der geplante Neubau in Balgheim aussehen. (Foto: Schilt)
Schwäbische Zeitung

Die Firmengruppe Schilt investiert in die Zukunft: Das Unternehmen wird das bestehende Firmengebäude am Standort Balgheim auf fast die dreifache Fläche erweitern, so eine Pressemitteilung. Ende 2020 soll der erste von drei Bauabschnitten fertiggestellt sein. In diesem Zug wird auch die zur Firmengruppe gehörende Erich Ulrich GmbH von Bad Dürrheim nach Balgheim verlagert und künftig mit der Karl Schilt Metallwarenfabrik unter einem Dach agieren.

„Die Firmengruppe hat sich positiv entwickelt, wir konnten den Auftragseingang 2018 wiederum steigern“, sagte Prokurist Robert Jerlitschka bei einer Mitarbeiterversammlung im Rottweiler Testturm. Um die gestiegenen Anforderungen zu erfüllen, investiert das Unternehmen in nächster Zeit erheblich in die Maschinen- und Anlagentechnik. Mit der Erweiterung der Produktionsfläche auf mehr als 10 000 Quadratmeter und dem Umzug der Erich Ulrich GmbH geht der Spezialist im Kaltfließpressen den nächsten Schritt. Rund 3,5 Millionen Euro wird der erste Bauabschnitt kosten, das entsprechende Grundstück an der Grenze zu Spaichingen befindet sich laut Mitteilung bereits im Eigentum des Unternehmens. Am erweiterten Standort in Balgheim sind dann etwa 50 Mitarbeiter tätig. Für die Mitarbeiter der Erich Ulrich GmbH, die alle einen Arbeitsplatz in den neuen Räumen erhalten, will die Firmengruppe bei Bedarf einen Shuttleservice von Bad Dürrheim nach Balgheim anbieten.

Mit dem Umzug wird auch die Eingliederung der Produktion von Erich Ulrich in die Karl Schilt GmbH umgesetzt. „Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile für die Gruppe“, sagte Jerlitschka. Die Betriebe lassen sich künftig zentral verwalten, Abläufe optimieren und der interne Austausch verstärken. „Wir werden insgesamt besser aufgestellt sein.“

Die Erich Ulrich GmbH bleibt als eigenständige Firma bestehen, deren Fokus künftig auf dem Handel liegen wird. Als Importeur von genormten Gewindestiften und Schrauben mit umfangreichem Lagerbestand zählt sie ebenso wie die Firma Ebinghaus zu Europas führenden Anbietern, so die Mitteilung. Ebinghaus gehört ebenfalls zur Firmengruppe Schilt und bleibt in Hattingen in Nordrhein-Westfalen erhalten. „Der Standort ist aufgrund des Einzugsgebiets Norddeutschland strategisch wichtig für uns“, so Jerlitschka. Der Mietvertrag wurde bereits vorzeitig um fünf Jahre verlängert, danach will die Firmengruppe auch hier in den Bau oder Kauf einer Eigenimmobilie im Raum Hattingen investieren.

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