Für SVD wäre Klassenerhalt wie Meisterschaft

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Die Ausgangslage für den SV Dürbheim ist nicht neu. Der Ringerverein aus der 1660-Einwohner-Gemeinde stellt sich erneut der Herausforderung Verbandsliga. „Für uns als kleiner Dorfverein wird es wieder ein fast aussichtsloser Kampf des David gegen die Goliaths“, meint Patrick Kupferschmid, Sportvorstand der Dürbheimer.

Der SVD setzt wieder auf seine solide Basis. „Viele Ringer kommen aus der eigenen Jugend. Wir haben Trainer, die als Ringer-Zöglinge alles in Dürbheim durchlaufen haben, und eine Gemeinschaft, die sich im Einsatz- und Kampfwillen niederschlägt“, sagt Kupferschmid. Dennoch werde es gerade in dieser Saison sehr schwer, mutmaßt der Dürbheimer Verantwortliche. „Die Schere in der Verbandsliga geht auseinander.“ Während der SVD nur Louis Wessels (SC Korb) als externen Neuzugang vermelden können, hätten andere Vereine ihre Kader deutlich nachgebessert. „Es ist schon verrückt, was bei den Wechseln gelaufen ist“, sagt das SVD-Vorstandsmitglied. Stolze 28 Wechsel hat er vor der Saison, die für Dürbheim am Freitag, 7. September, 20.30 Uhr, beim AV Hardt beginnt, gezählt. „Da sind sieben, acht Ringer dabei, die auch international starten. Im Vergleich dazu sind wir ein Exot.“ Neben Wessels rücken mit Luca Kupferschmid, Felix Hezel und Jérôme Kommer noch drei eigene Nachwuchsringer zu den Aktiven auf.

Weil neben den verstärkten Teams vom KSV Neckarweihingen, dem SC Korb, dem TSV Herbrechtingen und der TSG Nattheim mit dem AC Röhlingen und dem KV Plieningen auch noch zwei starke Aufsteiger in die Liga gekommen sind, geht es für den SVD nur um den Verbleib in der Verbandsliga. „Das wird schon eine Riesen-Aufgabe. Wenn uns das gelingt, ist das wie der Gewinn einer Meisterschaft einzuschätzen“, meint Kupferschmid, der die TSVgg Münster als Hauptkonkurrent um den Klassenverbleib ausgemacht hat. „Das ist die Mannschaft, die für uns zu packen ist. Andere Teams sind normalerweise nicht unser Maßstab.“

Aus dem Kader der vergangenen Saison hat nur Andrei Buliga den SVD verlassen. Das Ziel ist unbekannt. Louis Wessels soll seiner neuen Mannschaft im Schwergewicht helfen. „Er kann eine Verstärkung sein“, sagt Kupferschmid vorsichtig. Schließlich hatte sich der Kämpfer, der schon für Baienfurt und Sulgen auf die Matte ging, vor Jahren schwerwiegend verletzt. Wessels wird aber seine Einsätze erhalten. Zumal Marco Fernando Bedon sich einer Operation unterziehen lassen musste. „Er wird das ganze Jahr ausfallen“, schätzt der SVD-Sportvorstand. „Mehr Verletzungen können wir uns nicht erlauben. Unser Kader ist überschaubar.“

Zur Mannschaft der Trainer Andreas Wenzler und Pascal Mattes gehören Luca Kupferschmid (neu aus eigener Jugend), David Meßmer, Tobias Kaip, Niklas Zepf, Felix Hezel, Jérôme Kommer (beide eigene Jugend), Dominik Mattes, Stefan Dobri, Mathias Zepf, Pascal Mattes, Andreas Dreher, Andreas Wenzler, Michael Dreher, Michael Kalmbach, Sebastian Zepf, Valentin Zepf, Martin Brugger, Marco Bedon, Manuel Mattes, Louis Wessels (SC Korb)

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