Den Ratten in Rottweil geht es an den Kragen

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 Die Rottweiler Stadtverwaltung will die Rattenplage in der Altstadt bekämpfen.
Die Rottweiler Stadtverwaltung will die Rattenplage in der Altstadt bekämpfen. (Foto: Symbol: dpa)
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Jetzt sind die Ratten in der Rottweiler Altstadt dran: In diesen Tagen legt eine von der Stadt beauftragte Fachfirma erste Köder gegen die Nager aus – für Haustierbesitzer besteht deshalb aber kein Grund zur Sorge.

Die Rattenplage in der Altstadt ist derzeit ein massives Problem. Nachdem die Stadtverwaltung die Bürger mit Rundschreiben über das Thema informiert und weitere Maßnahmen eingeleitet hat, beginnt jetzt der Kampf gegen die unerwünschten Nagetiere.

„Die Aktion erstreckt sich über einen längeren Zeitraum“, teilte uns Tobias Hermann, Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Rottweil, auf Nachfrage mit. Damit die Maßnahme erfolgreich ist, müssen alle zehn bis 14 Tage neue Köder ausgelegt werden. Laut der beauftragten Fachfirma seien erfahrungsgemäß drei bis vier Durchgänge notwendig.

Außerdem sei die Unterstützung der Bürger unerlässlich, um das Problem möglichst schnell in den Griff zu bekommen.

Die Stadtverwaltung ruft deshalb nochmals dazu auf, keine Lebensmittel und Abfälle, die den Ratten als Nahrung dienen, außerhalb geschlossener Räume liegen zu lassen. Des Weiteren solle darauf geachtet werden, keine Tiernahrung, wie etwa Katzenfutter, vor das Haus zu stellen oder trockenes Brot für Enten und Vögel zu verteilen.

Ratten nehmen bestimmte Bitterstoffe nicht wahr

Die ausgelegten Köder sind nach Angaben der beauftragten Fachfirma so beschaffen, dass andere Tiere, wie beispielsweise Hunde und Katzen, nicht damit in Kontakt treten. So enthalten sie bestimmte Bitterstoffe, die nur für Ratten nicht wahrnehmbar sind.

Eine sogenannte Sekundärvergiftung, wie sie besorgte Katzenbesitzer bereits befürchteten, sei darüber hinaus äußerst unwahrscheinlich, erklärte Hermann und betonte: „In der Regel fressen Katzen eine erlegte Ratte nicht, sondern gehen lediglich ihrem Jagdtrieb nach.“

Laut Berechnungen müsse eine Katze mindestens 20 vergiftete Mäuse oder fünf vergiftete Ratten zu sich nehmen, bevor sie selbst Schaden nehme, gab der Pressesprecher Entwarnung.

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