Buch präsentiert „pädagogisches Vermächtnis“

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 Rainer Zepf (links) und Ulrich Fiedler präsentieren das druckfrische Büchlein „Per aspera ad astra“.
Rainer Zepf (links) und Ulrich Fiedler präsentieren das druckfrische Büchlein „Per aspera ad astra“. (Foto: Siegmeier)
sbo und Stefanie Siegmeier

„Per aspera ad astra“ lautet der Titel des Fortsetzungsbuches von des Frittlingers Ulrich Fiedler über das Bischöfliche Konvikt. Dass man durch Mühsal durchaus zu den Sternen gelangen kann, oder – wie der Titel übersetzt lautet – die Sterne greifbar werden, das hat so mancher Absolvent des Lateinaufbauzugs, den Ulrich Fiedler am Bischöflichen Konvikt über viele Jahre geleitet und begleitet hat, selbst erleben dürfen.

Trotz der Mühen sind die Ehemaligen, zu denen unter anderem Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher, Balingens OB Helmut Reitemann oder auch Rottweils Stadtpfarrer Timo Weber zählen, voll des Lobes über die Aufbauzugzeit. Als „pädagogisches Vermächtnis“ bezeichnet der ehemalige Konviktsdirektor Ulrich Fiedler sein druckfrisches Büchlein „Per aspera ad astra“, die Fortsetzung des Buches „Weißt Du noch damals...?“, das im vergangenen Jahr anlässlich des neunten Stiftungsfests und seines Abschieds erschienen ist (wir berichteten). Wie im Hauptwerk sind auch hier Berichte Ehemaliger aufgeführt – zehn an der Zahl. In den beiden Büchern sind nun Erinnerungen Ehemaliger von den 1980er Jahren bis heute nachzulesen.

Im Speisesaal des Konvikts präsentiert Ulrich Fiedler das neue Werk. Heute ist er hier „nur“ Gast. Das mache ihm nichts aus, betont Ulrich Fiedler mit strahlendem Lächeln. Er sei in seinem neuen Leben angekommen. „Es gibt so viele Dinge, die in all den Jahren immer zu kurz kamen, beispielsweise das Klavierspiel, oder das Lesen. Dass ich für all diese Dinge nun Zeit habe, genieße ich sehr“, erzählt er. Viel Zeit investierte Fiedler in den vergangenen Monaten aber in sein neues Buch. Die Beiträge mussten zusammengetragen, Fotos herausgesucht und der Text über den Lateinaufbauzug verfasst werden. Für Ulrich Fiedler war auch das zweite Buch, das er aus eigenen Mitteln finanziert hat, eine Herzensangelegenheit, wie er erzählt.

96 Seiten hat das Bändchen insgesamt, das zunächst mit vielen Bildern an das 9. Stiftungsfest der Marchtaler Internate erinnert. Auf die Grußworte von Weihbischof Johannes Kreidler und Ulrich Fiedler folgen die Beiträge der Ehemaligen und schließlich ein umfangreicher „Abgesang auf den Lateinaufbauzug“, wie Fiedler sagt. Bereits während der Arbeit am ersten Band sei der Gedanke gereift, ein Fortsetzungsbuch zur „jüngeren Vergangenheit“ herauszubringen. Und der großen Zuspruch sowie die positiven Reaktionen auf das erste Buch hätten ihn schließlich in seiner Idee bestätigt. „Deshalb beschloss ich, mich mit meinem bewährten Layouter Rainer Zepf erneut ans Werk zu machen und das Wagnis zu unternehmen, dem großen Erinnerungsbuch quasi noch einen kleinen Bruder an die Seite zu stellen“, so Fiedler.

Dem Lateinaufbauzug, den er selbst mit aufgebaut und über Jahrzehnte geleitet hat, widmet Fiedler 30 Seiten. Er ist ein Teil der Konviktsgeschichte, aber auch ein Teil der Schulgeschichte des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Fiedler übernahm den Lateinaufbauzug 1985 und entwickelte ihn über die Jahre weiter. Insgesamt 180 Schüler absolvierten über diesen Zeitraum den Aufbauzug, 50 von ihnen studierten später Theologie, 21 wurden Priester. In den vergangenen Jahren allerdings war das Interesse an dem Angebot stetig gesunken, so dass mit dem Abschied Fiedlers aus dem Berufsleben auch der Lateinaufbauzug eingestellt wurde. „Schade“, wie Ulrich Fiedler bedauert.

Weitere Informationen: Mail an dr.ulrichfiedler@ gmx.de

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