Bewerbungsprojekt seit mittlerweile 15 Jahren erfolgreich

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 Sarai Janik und Mathieu Gründig von der Gemeinschaftsschule Aldingen vor ihrem Vorstellungs-Training bei Susanne Ritzi-Mathé im
Sarai Janik und Mathieu Gründig von der Gemeinschaftsschule Aldingen vor ihrem Vorstellungs-Training bei Susanne Ritzi-Mathé im Hotel Hofgut Hohenkarpfen. (Foto: GMS Aldingen)
Schwäbische Zeitung

Bereits zum 15. Mal hat in diesem Jahr an der Gemeinschaftsschule (GMS) Aldingen das Bewerbungsprojekt der Schulsozialarbeit stattgefunden, wenn auch diesmal unter erschwerten Bedingungen.

Bereits im März 2005 riefen Aldingens Schulsozialarbeiterin Sybille Strauß-Synesiou und Ingo Brehm, Schulsozialarbeiter in Gosheim-Wehingen, das Projekt an der damaligen Grund- und Hauptschule in Aldingen ins Leben. Dieses Jahr fand es zum 15. Mal statt, mittlerweile für 75 Schülerinnen und Schüler in knapp 20 unterschiedlichen Betrieben und Einrichtungen.

Über drei Tage setzten sich die Schüler mit dem Themenfeld Ausbildung und Berufswunsch auseinander und erlebten den Prozess einer Bewerbung, vom Erstellen der Mappe bis hin zu einem Vorstellungsgespräch, intensiv mit. Begonnen wurde damals mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor man sich in Gruppenarbeit mit der eigenen Zukunft und dem angestrebten Ausbildungsberuf beschäftigte. Anschließend lauschte man einem Vortrag des Arbeitsamtes.

In Rollenspielen und Kleingruppen, auch damals schon unterstützt durch das Jugendreferat, übten die Schüler das angemessene Verhalten am Telefon und im Vorstellungsgespräch. Wie gut dies behalten wurde, konnten die Schülerinnen und Schüler am dritten und letzten Tag des Bewerbungsprojektes beweisen. In eigens für sie zum Training organisierten Vorstellungsgesprächen in umliegenden Betrieben sammelten die Projektteilnehmer Lob und Rückmeldungen zu ihrem Auftreten und bekamen Tipps und Tricks an die Hand, die sie für ihr erstes „richtiges“ Gespräch mitnehmen konnten.

Dieses Jahr fand das Bewerbungsprojekt nun zum 15. Mal statt, wie die Gemeinschaftsschule Aldingen in ihrer Pressemitteilung darstellt. Im Rahmen des Deutschunterrichts verfassten die rund 75 Schüler der achten Klassen bereits vorab Bewerbungen für ihre künftigen Wunsch-Ausbildungsplätze. Angepasst an die Berufswünsche der Schüler organisierte Schulsozialarbeiter Robert Mauch Vorstellungsgespräche in vielen verschiedenen Betrieben im Landkreis und reichte dort die Bewerbungen der Schüler ein. Einige Betriebe unterstützen das Projekt bereits seit mehreren Jahren, andere nahmen dieses Jahr zum ersten Mal teil. Im Vorfeld des Projekts findet für jede 8. Klasse eine Gruppenarbeit zum Thema „Was sind meine Fähigkeiten und Stärken?“ statt.

Am ersten Tag des Projektes Anfang März wurde von den Schülern in Kleingruppen erarbeitet, was ein gutes Vorstellungsgespräch ausmacht. Neben verschiedenen Rollenspielen wurde auch das Telefonieren in die Betriebe eingeübt. Am Mittag riefen die Schülerinnen und Schüler in einer fiktiven „Jobzentrale“ an, um die Eckdaten ihres Vorstellungsgesprächs zu erfragen.

An den darauffolgenden Tagen fanden schließlich die Vorstellungsgespräche statt. Jeder Schüler wurde von einem Projektmitarbeiter zum Gespräch begleitet. Im Anschluss an das etwa dreißigminütige Gespräch erfolgte sowohl durch den Leiter des Gesprächs als auch durch den begleitenden Projektmitarbeiter eine ermutigende Rückmeldung zur Bewerbungsmappe sowie zum Vorstellungsgespräch an den Schüler.

Jedoch konnten durch die Corona-Pandemie nicht alle Gespräche durchgeführt werden, – „aber das 15. Mal“, so die Pressemitteilung, „wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein“.

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