Besuch aus Kirschau beim Albabtrieb

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 Bürgermeister Sven Gabriel, Bürgermeister Rudolf Wuhrer und der Ortsvorsteher von Kirschau Andreas Fröde (von links) probierte
Bürgermeister Sven Gabriel, Bürgermeister Rudolf Wuhrer und der Ortsvorsteher von Kirschau Andreas Fröde (von links) probierten die Bank erstmals aus. (Foto: Alois Groß)
Herlinde Groß

Der fünfte Denkinger Albabtrieb am vergangenen Wochenende hat bei richtigem Kaiserwetter eine Unmenge Menschen angelockt. Aus der ganzen Region kamen die Besucher. Doch die weitest angereisten Gäste kamen aus dem über 700 Kilometer entfernten sächsischen Schirgiswalde-Kirschau.

Mit einem Bus kamen die Freunde aus der Partnergemeinde von Denkingen angereist. Im Übrigen sind sie seit dem ersten Albabtrieb mit dabei und brachten sich ebenfalls mit ein, sei es mit einem Verkaufsstand oder beim Umzug. Während der drei Tage fanden schöne Begegnungen statt, und besehende Freundschaften wurden wieder aufgefrischt und vertieft. Somit ist ein nächstes Treffen in Kirschau bereits in Aussicht gestellt worden.

Rechtzeitig zum Auftakt des großen Events kamen die Gäste mit einem Begrüßungsplakat in die proppenvolle Festhalle, die sich für den Auftritt der „Dirndlknacker“ bereits rüstete. Bürgermeister Rudolf Wuhrer begrüßte sogleich die 45 Kirschauer aus der Partnerstadt offiziell und wünschte den Gästen einen schönen Aufenthalt beim Albabtrieb.

Für Bürgermeister Sven Gabriel aus Schirgiswalde-Kirschau und dem Ortsvorsteher von Kirschau, Andreas Fröde, bot sich dann die beste Gelegenheit, ihr Gastgeschenk zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde zu übergeben. Mit einer stabilen Holzbank brachten sie ein Stück Oberlausitz nach Denkingen. Bürgermeister Sven Gabriel meinte: „In dem großen Dorf findet ihr sicher ein schönes Plätzchen, von wo aus man die Welt in Ruhe betrachten kann.“ „Hock di na“, sprach Andreas Fröde zu Rudolf Wuhrer, was in sorbischer Sprache heißt: „Satah oack har.“ Dieser Satz ist nämlich in die Bank eingeschnitzt. Die Bank wurde vom Tischler Wolfgang Küchler hergestellt. Auch er weilte zusammen mit seiner Frau in Denkingen. Und da es seit jüngster Zeit in Kirschau eine Spirituosenmanufaktur gibt, wurden ebenfalls Kostproben mitgebracht.

Anschließend wurde dann mit der Musikband richtig gefeiert. Am Samstag stand der Besuch des Thyssenkrupp-Testturms in Rottweil auf dem Programm und wurde mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Am Mittag stieg dann das Freundschaftsfußballspiel zwischen den beiden Mannschaften vom FSV und Kirschau. Nach einem bedauerlichen Unfall des Torwarts der Gäste, hatten die Zuschauer trotzdem viel Spaß an dem fairen Spiel, das mit vier Tore für Kirschau zu Ende ging. Diese Mannschaft hatte viel Freude an dem Spiel und überbrachte dem FSV zur Erinnerung einen großen Fußball aus Granit. Schnell waren die ersten freundschaftlichen Kontakte zwischen den beiden Mannschaften geknüpft. Zu einem Heimspiel nach Kirschau wurden die Denkinger natürlich eingeladen.

Unmittelbar nach Ende des Umzugs am Sonntag reisten die Kirschauer nach einem wunderschönen Wochenende wieder in die Heimat nach Sachsen.

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