Bürgermeister muss witzige Seitenhiebe verkraften

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 Aldingens Bürgermeister Ralf Fahrländer bei seinem närrischen Grußwort.
Aldingens Bürgermeister Ralf Fahrländer bei seinem närrischen Grußwort. (Foto: Groß)
Herlinde Groß

Bevor der Narrenumzug am Nachmittag startete, haben die Gemeinde Aldingen und die Narrenfreunde zum Zunftmeisterempfang ins Bürgerhaus eingeladen. Je zwei Vertreter der teilnehmenden Zünfte, Musiker und Garden wurden mit Speisen und Getränken versorgt. Der Vorsitzende der Narrenfreunde, Ralf Schräpel, der im Gewand des Grafen von Dellingen die Gäste in Reimform begrüßte, freute sich, dass fast alle Gruppen gekommen waren.

Mit Ehrenpräsident Josef Dorn und Protokollant Arno Kleist begrüßte er eine Abordnung vom Narrenfreundschaftsring. „Sitzen doch, und das ist gar nicht dumm, gleich zwei Aldinger im Präsidium.“ Der Vize Campagna Fillippo ist Kanzelar und Arno Kleist sei „auch bekannt. Er macht dort den Protokollant“. Schon etwas länger sei Alana Pfau zwecks der Jugendarbeit im Präsidium. Da gerade Bürgermeister Ralf Fahrländer „Millionen in das neue Rathaus fließen“ lasse, gelang Schräpel der witzige Seitenhieb recht gut. Denn die Narrenfreunde müssten „bald flennen“, denn zu klein werde schon lang deren Lagerhaus. „Drum, Ralf Fahrländer, rück endlich einen rechten Bauplatz raus“, forderten die Narren. In der Ortsmitte „wäre es schon angenehm, denn dann hätten die Narren es an der Fasnet bequem“.

Fahrländer freute sich indessen, dass die „wichtigste Jahreszeit“ angebrochen sei und die Leute sich amüsieren. Ebenfalls in Gedichtform gab er den Narren Formen und besondere Hinweise für eine harmonische Ehe, auch während der Fasnetszeit, mit auf den Weg. „Die Frau soll schweigen und der Mann sein Maul halten“, lautete der gravierendste Punkt. Indessen konnte die Frage des Bürgermeisters, warum die rot/weißen und grün/weißen Hopfensausocken der Hirschbrauerei so lang seien, auch vom Gast Marc Schleicher, Gebietsverkaufsleiter der Brauerei, nicht beantwortet werden.

Samt kleiner Anekdoten begrüßte Schräpel die Zunftvertreter zusätzlich mit ihrem „Schlachtruf“. Viele hatten an Stelle des üblichen Gastgeschenks eine Spende dabei. Die Narrenfreunde wollen diese gesammelt an eine soziale Institution weiterleiten. Über den Orden der gastgebenden Zunft freuten sich alle. Der Zunftmeister freute sich, dass mit der NG Pfrieme Stumpe Tennenbronn und der NZ Dietinger Kröpfer zwei Zünfte aus dem Narrenfreundschaftsring Schwarzwald-Baar-Heuberg den Umzug abrunden würden. Von der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte war Aulendorf mit diversen Narrentypen anwesend. Obwohl der Zunftmeister behauptete, die schönsten Masken in seinem Verein zu haben, konnte dies erst beim Umzug durchs Publikum geklärt werden.

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