Bücher und Bildung für alle

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 Die Geehrten und jetzige Mitarbeiter der Katholischen öffentlichen Bücherei (v.l.): Domkapitular Thomas Weißhaar, Priska Burcha
Die Geehrten und jetzige Mitarbeiter der Katholischen öffentlichen Bücherei (v.l.): Domkapitular Thomas Weißhaar, Priska Burchardt, Rosina Fetzer, Anita Betting, Beate Streicher, Nicole Klaiber, Pater Sabu, Theres Klarji, Norbert Schnee, Andrea Bronner und Günter Luckner (anstelle von Theresia Luckner). (Foto: Herlinde Groß)
Herlinde Groß

Die Katholische Kirchengemeinde hat das 90-jährige Bestehen der Katholischen öffentlichen Bücherei gefeiert. Den Auftakt bildete am Samstag ein Festgottesdienst mit Domkapitular Thomas Weißhaar aus Rottenburg mit anschließendem Festakt und Begegnung im Gemeindehaus Vinzenz von Paul. Verschiedene Aktivitäten gab es am „Tag der offenen Tür“ am Sonntag.

Die Besucher waren sehr angetan von der freundlichen und umfangreichen Bibliothek. Neben einer Ausstellung mit Werken von Susanna Streicher-Geiger, lud eine Ecke die Kleinsten zum Malen ein, gleichzeitig war Kinderschminken angesagt. Beim umfangreichen Flohmarkt konnten Schnäppchen und auch richtige Raritäten erworben werden.

Der Gottesdienst soll Ausdruck der Dankbarkeit sein für 90 Jahre Bücherei, betonte Pater Sabu Palakkal in seiner Begrüßung der Gottesdienstbesucher. Hierbei hieß er besonders alle ehrenamtlich Tätigen in der Bücherei willkommen. Ohne ihr Engagement in ihrer Freizeit wäre dieser Dienst an den Mitmenschen nicht möglich. In seiner prägnanten Festpredigt ging Domkapitular Weißhaar auf das Tagesevangelium ein und auf den Auftrag der Kirche an eine Bücherei: den Menschen eine Freude zu machen ; für Begegnungen und Bildung zu sorgen, die Menschen groß macht; die Kleinen zu stärken und zu schützen.

Mit dem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer „Wer bin ich, bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?“ gab der Gast aus Rottenburg ein weiteres Thema zum Nachdenken für das Jubiläum. Der Kirchenchor umrahmte den Gottesdienst mit festlichen Gesängen.

Viele Gottesdienstbesucher folgten der Einladung zum Festakt ins Gemeindehaus. Laufend mussten neue Stühle aufgestellt werden. Neben den vielen Besuchern begrüßte Laienvorsitzender Norbert Schnee die Untermarchtaler Schwestern Marin Maria, Rosalie und Maria Virgina und Bürgermeister Rudolf Wuhrer als Ehrengäste sowie den Kirchenchor. Auch Gäste aus der Seelsorgeeinheit mit Pastoralreferent Peter Berner waren anwesend.

In das Gemeindejubiläum „1200 Jahre Denkingen“ passe das Jubiläum der Bücherei in einem über 100 Jahre alten Schwesternhaus sehr gut, meinte Schnee. Er wünschte, dass die Bücherei von Menschen mit ihren Talenten weitergeführt werde, das Haus auch zukünftig mit Besuchern belebt werde und mit neuem Schwung in eine gute Zukunft gehe.

In seinem Grußwort überbrachte Bürgermeister Rudolf Wuhrer die Glückwünsche der bürgerlichen Gemeinde. Er nannte es eine große Leistung der Ehrenamtlichen, den Menschen Zugang zu guten Büchern und Bildung zu ermöglichen.

„Für uns Schwestern war Denkingen über 100 Jahre ein Ort, wo wir gute Erfahrungen gemacht haben, vielen Menschen begegnet sind und uns Heimat war“, sagte Schwester Karin Maria in ihren Glückwünschen.

„Ein unvergleichliches Werk vor Gott getan“

Eine Bücherei lebe nicht vom Raum und den Medien, sondern primär von den Menschen, die alles mit Leben erfüllen, betonte Domkapitular Weißhaar. Mit seiner Verlässlichkeit leiste das Büchereiteam einen Dienst am Menschen im Verborgenen. Nach einem Zitat von Johannes Bosco „Wer gute Bücher verbreitet, der hat vor Gott ein unvergleichliches Werk getan und hätte er auch nur einen einzigen Gedanken an Gott damit erweckt“ ehrte Weißhaar im Namen von Bischof Gebhard Fürst langjährige Büchereimitarbeiter.

Für 20 Jahre Mitarbeit erhielten Rosina Fetzer und Beate Streicher die silberne Ehrennadel. Die bronzene Ehrennadel bekamen Anita Betting, Priska Burchardt, Petra Tauber und Nicole Klaiber.

Derzeit arbeiten noch Melanie Koch, Marianne Geiger, Frau Schlösser und Andrea Bronner in der Bücherei mit. Auch die ehemaligen Mitarbeiter Carmen Beck, Theresia Luckner, Maria Lenuweit, Tanja Ruf, Frank Schuhmacher, Karin Spielvogel, Karin Fetzer, Therese Klarji erhielten ein Geschenk als Dank.

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