Aquariumverein Ludwigia steht vor Auflösung

 Auf Antrag der bisherigen Vorstandschaft wird der Aquarienverein Ludwigia aufgelöst.Beisitzer Karl Jung, Zweiter Vorsitzender J
Auf Antrag der bisherigen Vorstandschaft wird der Aquarienverein Ludwigia aufgelöst.Beisitzer Karl Jung, Zweiter Vorsitzender Joachim Laufer, kommissarischer Schriftführer Michael Geiger, Kassier Stephan Probst, Vorsitzender Ralf Schräpel (v.l.). (Foto: Herlinde Groß)
Schwäbische Zeitung

„Alles hat seine Zeit. Die Zeit des Aquariumvereins Ludwigia ist jetzt vorbei“, lautete das Fazit des ersten Vorsitzenden Ralf Schräpel bei der Mitgliederversammlung des Vereins für die Jahre 2020/2021/2022 im Hotel Aurelia. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stimmten die anwesenden Mitglieder mit einer Enthaltung dem Antrag der Vorstandschaft zu, den Aquariumverein Ludwigia zum 31. Dezember 2022 aufzulösen. Auch die Mitgliedschaft zum VDA – Verein Deutscher Vereine für Aquarien und Terrarien wird gekündigt Somit geht eine 47jährige erfolgreiche Ära zu Ende. Übrig geblieben ist die Rentenabteilung, die sich auch weiterhin regelmäßig treffen wird. Satzungsgemäß wurde der erste Vorsitzende Ralf Schräpel zum Liquidator benannt. Laut Satzung geht das restliche Vereinsvermögen nach einem Jahr Ruhe an den Förderverein der Seniorenresidenz im Brühl, Aldingen.

Im Namen der Aldinger und Aixheimer Vereine sprach Karl Jung einen großen Dank an den Verein aus, für die großzügigen Spenden im Laufe der letzten drei Jahre. Hauptsächlich die Vereine mit einer Jugendabteilung sind neben einigen sozialen Einrichtungen bedacht worden. Bereits vor der Corona Pandemie wurde in der Mitgliederversammlung beschlossen, einen Teil des Vereinsvermögens an die örtlichen Vereine zu spenden.

Der Verein verzichtet seit einigen Jahren auf Aktivitäten, und die Suche nach einem jungen Aquarianer, der den Verein eventuell wieder zur einstigen Blüte mit 152 Mitgliedern führen könnte, blieb erfolglos. Auch das Vereinsheim als Treffpunkt und „Heimat“ wurde in den letzten Jahren verkauft. Schweren Herzens entschloss sich die Vorstandschaft letztendlich zu dem endgültigen Schritt, die Auflösung des Vereins mit derzeit noch 35 Mitgliedern zu beantragen.

In seiner Begrüßung freute sich Ralf Schräpel über die zahlreich anwesenden Mitgliedern. Kurz umriss er die derzeitige Vereinssituation und gab mit einem kurzen Abriss Einblick über die Entstehung und die 47jährige erfolgreiche Vereinsgeschichte. Am 5. Juni 1975 wurde der Verein durch Günther Schräpel, Joachim Laufer, Polykarp Dubas, Ottokar Topka, Helmut Baumgartner, Günther Hülskopf und Albert Wenger gegründet. Bereits zwei Jahre später konnte das Vereinsheim vom damaligen Hundeverein gekauft werden. Nun ging es stetig aufwärts. Im Turnus von fünf Jahren wurden größere Aquarienausstellungen mit Fisch- und Pflanzenbörse veranstaltet. Auch regelmäßige Heimschauen fanden statt. Kameradschaft, die Teilnahme am Aldinger „Aldofest“, Fasnachtsveranstaltungen mit Live-Musik, vielseitige Fortbildungsangebote, sowie jährliche Ausflüge wurden zum festen Bestandteil im Verein.

„Ich bedauere sehr, dass diese Vereinsgeschichte jetzt zu Ende geht“, sprach Vorsitzender Ralf Schräpel. Als letzte Amtshandlung dankte er mit einem Geschenk Michael Geiger und Kassier Stephan Probst für ihr großes Engagement im Verein.

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