Aldinger Gemeinschaftsschule organisiert erstmals Nachhaltigkeitswoche

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 Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche machen Schüler aus Müll Kunst: Mit Karton und Zeitungspapier gestalten sie ein überdimension
Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche machen Schüler aus Müll Kunst: Mit Karton und Zeitungspapier gestalten sie ein überdimensionales Kuchenstück. (Foto: Ronja Straub)
Ronja Straub

Die Gemeinschaftsschule in Aldingen veranstaltet diese Woche zum ersten Mal eine Nachhaltigkeitswoche. Die Schüler lernen in verschiedenen Projekten, wie sie Müll vermeiden und auf regionale Lebensmittel achten können.

Die erste Stunde in diesem Rahmen begann für die 8a mit einem Berg Plastikmüll mitten im Klassenzimmer. Lehrer Timo Müller hatte drei gelbe Säcke mitgebracht und deren Inhalt, Jogurtbecher, Milchkartons und Plastiktüten, auf dem Boden verteilt. Die Schüler reagierten geschockt. „Wir müssen etwas verändern, damit wir nicht bald in Müllbergen versinken“, sagt Schülerin Angelina Berger. Jetzt gestalten die Schüler Plakate, sie kleben Statistiken, die sie im Internet gefunden haben auf, und malen Plastikflaschen und Fische dazu. „Wir werfen alle viel zu viel Plastik weg“, sagt Sebastian Hülsheger. Der 14-Jährige möchte im Alltag Plastik reduzieren. Er nimmt sich vor, Glas- statt Plastikflaschen zu benutzen und auf Strohhalme zu verzichten. Lehrer Timo Schäfer schafft bei seinen Schülern Bewusstsein: „Weil sie diejenigen sind, die am Ende etwas verändern“, sagt er.

Ruth Hausch hat die Nachhaltigkeitswoche mitorganisiert und findet es wichtig, den Nachhaltigkeitsgedanken bei den Schülern in den Mittelpunkt zu rücken. „Die Kinder sind betroffen und auch bereit, etwas zu ändern“, sagt die Lehrerin. In ihrer Klasse behandelt sie das Thema Lebensmittel – unter dem Motto „Zu schade für die Tonne“. „Wir möchten den Schülern zeigen, dass man Essen nicht immer direkt wegwerfen muss“, sagt Hausch. Außerdem solle es um Biolabel gehen und darum, dass es im Supermarkt oft eine ’Bio-Alternative’ gibt. Andere Projekte in der Woche seien „Upcycling und das Pflanzen eines Baumes“.

Im Gebäude nebenan beschäftigt sich die neunte Klasse mit Müll, aus dem etwas Neues entstehen soll. Die Jugendlichen bauen aus Karton und Zeitungspapier überdimensionales Essen. Zwei Schüler kleistern mit Zeitungspapier das Sahnehäubchen auf ein Karton-Kuchenstück, das so groß wie ein Koffer ist. „Ich finde es gut, dass wir den Müll wiederverwerten und nicht einfach wegschmeißen“, sagt Miriam Billik und kleistert ein Papierstück an ihr Kunstwerk. Auch die anderen Schüler sind fleißig bei der Sache und basteln einen Kühlschrank und eine große Pommes aus Zeitungspapier.

Die Nachhaltigkeitswoche soll es an der Aldinger Schule ab jetzt jedes Jahr geben. Am Freitag, 12. April, endet Sie mit der traditionellen Dorfputzete. Dann tragen die Schüler den Müll, den die sammeln, auf dem Marktplatz zusammen.

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