Aldinger Fußballer haben neuen Vorsitzenden

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 Der neu gewählte Vorstand der Spielvereinigung Aldingen, rechts der scheidende Vorsitzende Heiko Lenhard.
Der neu gewählte Vorstand der Spielvereinigung Aldingen, rechts der scheidende Vorsitzende Heiko Lenhard. (Foto: Michael Hochheuser)

Die Spielvereinigung Aldingen hat einen neuen Vorsitzenden. Heiko Lenhard kandidierte bei der Hauptversammlung „aus persönlichen Gründen“ nicht mehr. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder im Vereinsheim einstimmig Leonidas Anagnostopoulos.

Der 49-Jährige war bisher Ausschussmitglied und trainiert die C-Jugend. Bei der Versammlung fehlte er, weil er für seinen Arbeitgeber, das Unternehmen Marquardt, beruflich in China weilte. Zuvor hatte er jedoch eine Videosequenz aufgezeichnet, die vorgespielt wurde. Für die Aussage „leider hat es 93 Jahre gedauert, bis ein Mitglied mit Migrationshintergrund diesen Verein führen durfte“ hatte er die Lacher auf seiner Seite. „Mit Leo ist ein Super-Nachfolger gefunden“, sagte Lenhard. Er stand zwei Jahre an der Vereinsspitze, war zuvor sieben Jahre zweiter Vorsitzender.

Knapp 500 Mitglieder zählt die Spielvereinigung, 130 davon sind Kinder und Jugendliche. Größtes Projekt der jüngeren Vergangenheit war laut Lenhard der Bau eines Ball- und Gerätehauses mit Gesamtkosten von 132 000 Euro, 23 000 davon in 2018. Sportlich lief im vergangenen Jahr nicht alles wie erhofft: Martin Dudu berichtete für die Aktiven vom Abstieg in der Saison 2017/18. Ein neuer Trainer und 17 neue Spieler sorgten in dieser Spielzeit für einen fünften Platz nach der Hinrunde. Auch die Fußballfrauen stiegen ab, berichtete Romina Arndt – in der Bezirksliga wurden sie jedoch Herbstmeister und haben „den Wiederaufstieg in Sicht“.

Jugendleiter Thomas Ebbrecht nannte als Höhepunkt die Meisterschaft der C-Juniorinnen und monierte „leider große Schwankungen beim Trainingsbesuch“. Einen Mangel an Schiedsrichtern beklagte Daniel Dosch – teilweise seien Jugendspiele ohne Schiedsrichter gelaufen. Milenko Zorec erinnerte für die Alten Herren an den zweiten Platz beim Lembergpokalturnier in Denkingen. Finanzreferent Alwin Irion vermeldete ein Minus in der Kasse, verursacht vor allem durch den Bau des Ball- und Gerätehauses. „Alwin macht einen Super-Job“, bescheinigten ihm die Prüfer Wolfgang Mauch und Gerrit Spengler. „Es ist enorm, was ihr an Leistung für die Allgemeinheit bringt“, lobte Martin Jetter als Vertreter der Gemeinde. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Ebenso einstimmig gingen die Wahlen über die Bühne: Spielausschussvorsitzender Antonio Haller hört auf, ihn ersetzt Jannik Lindner. Wiedergewählt wurden Schriftführer Fabian Schnell, EDV-Leiter Achim Scheffler und Ausschussbeisitzer Daniel Groß; neu in den Ausschuss wurde Hannes Friedrich gewählt. Vanessa Merkt kandidierte nicht mehr als Spielausschuss-Beisitzer Damen, sie beerbt Chiara Huschenbett. Die beiden Kassenprüfer bleiben im Amt.

Marcus Kiekbusch ehrte für den Fußballbezirk Walter Tepes, derzeit „Zeltmeister“, für seine „jahrzehntelange Leistung“ für den Verein mit einer Uhr vom DFB.

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